Großreinemachen unter erschwerten Bedingungen

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Die 20 Mitglieder des ASV sammelten so viel Müll und Schrott, so dass ein sieben Kubikmeter großer Container, den die Gemeinde zur Verfügung stellte, damit gefüllt werden konnte.

Schalksmühle - Durch die schlechte Witterung befreiten am Samstag 20 Mitglieder des Anglersportvereins (ASV) Saubere Volme unter erschwerten Bedingungen die Uferböschungen des Flusses von Müll und Schrott. Jedes halbe Jahr kümmern sich die Angler um den Abschnitt zwischen Oedenthal und dem Ortsausgang Dahlerbrück.

Um sich aufzuteilen, trafen sich die Mitglieder schon am Vormittag am Vereinsheim im Strücken. „In den vergangenen Jahren haben wir unter anderem Fahrräder, Autoreifen und -felgen, Computer, Fernseher, Kühlschränke, Absperrschilder für den Straßenbau, Zeitungspakete, Teppiche und Badewannen gefunden – wir sind mal gespannt, was heute auf uns zukommt“, erzählte der erste Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Enders, zu Beginn der Säuberungsaktion.

Bernhard Brall, zweiter Vorsitzender des Vereins, bat die Mitglieder um Vorsicht. „Da wir immer alle Termine am Anfang des Jahres festlegen, können wir Aktionen wie diese nicht nach dem Wetter richten. In den vergangenen Wochen war es eher trocken, dafür hat es gestern Nacht wieder sehr viel geregnet, so dass wir heute wegen des Hochwassers und einer damit verbundenen erhöhten Flusswassergeschwindigkeit nur unter erschwerten Bedingungen arbeiten können“, erklärte Brall. „Um die Sicherheit unserer Mitglieder gewährleisten zu können, werden wir dieses Mal nicht in die Volme einsteigen. Dafür kümmern wir uns mehr um die Säuberung des Uferbereichs.“

Mit Gummistiefeln, Handschuhen und Müllsäcken ausgestattet übernahmen die Mitglieder in Dreiergruppen die Säuberung der jeweils rund einen Kilometer langen Teilbereiche. Auf der Höhe des Volmeparkgrills sammelte Andre Bernhardi mit Vereinskollegen Müll im Uferbereich auf: „Wir sind froh, dass inzwischen auch die Mitarbeiter des Volmeparkgrills den Parkplatz und den Uferbereich sehr sauber halten.“

Viel Glasmüll fanden die Angler hingegen an dem ehemaligen Aldi-Parkplatz. „Es ist echt schade, dass einige Anwohner, seitdem die Glascontainer weg sind, hier immer noch alte Flaschen und Gläser hinschmeißen. Die sind sich gar nicht bewusst, welche Gefahren das mit sich bringt, denn gerade bei so trockenem Gebüsch besteht erhöhte Brennglasgefahr“, sagte der 20-jährige Axel Reichard aus Schalksmühle.

Um den Abtransport des Mülls besser zu koordinieren, stellte jede Gruppe ihre Müllsäcke an der B54 ab, die Hans Jürgen Kregel und seine zwei Söhne im Anschluss mit einem Anhänger einsammelten.

Zur Mittagszeit trafen sich die Mitglieder des ASV noch am „Obergraben an der Pulvermühle“ in der Nähe der Firma Outokumpu, um dort die Wege und den Angelbereich am Zulauf zum Turbinenhäuschen begehbar zu machen. Hier füllten sie weitere Säcke voll mit Müll und zersägten zwei umgestürzte Bäume, die den Durchgang versperrten. Außerdem räumten sie einige liegengelassene Autoteile weg.

„Wir waren trotz der erschwerten Bedingungen heute sehr erfolgreich. Verteilt auf der ganzen Strecke sammelten wir so viel Müll und Schrott, so dass wir den sieben Kubikmeter großen Container, der uns von der Gemeinde Schalksmühle zur Verfügung gestellt wurde, randvoll füllten“, berichtete Wolfgang Enders am Nachmittag.

Weitere Informationen zur Aktion unter www.asv-saubere-volme.de.

Von Jan Lehmann

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