Großeinsatz im Glörpark

Bei der DRK-Übung im Glörpark bauten die Helfer der Vereine Schalksmühle und Lüdenscheid Zelte für die Bahnreisenden auf.

Dahlerbrück - Um die Materialbenutzung unter Einsatzbedingungen ging es bei einer Übung des DRK-Ortsvereins Schalksmühle in Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverein Lüdenscheid am Donnerstag im Glörpark in Dahlerbrück.

Von Björn Othlinghaus

Gemeinsame Übungen wurden in der Vergangenheit bereits öfters durchgeführt, jedoch handelte es sich um die erste Aktion an diesem Ort.

Unter der Leitung des stellvertretenden Rotkreuzleiters in Schalksmühle, Tobias Schmidt, wurde folgendes Szenario durchgespielt: Ein Zug mit zahlreichen Passagieren ist im Winter auf der Strecke stecken geblieben. Das DRK hat nun die Aufgabe, alle Bahnreisenden zu betreuen und eventuelle leicht verletzte Personen im Sanitätszelt zu versorgen, bis die Weiterfahrt mit Bussen erfolgen kann.

Dafür musste natürlich zunächst einiges an Logistik an den Einsatzort verfrachtet werden. So kam das DRK Schalksmühle mit einem Betreuungsgespann (Zugfahrzeug mit Anhänger) sowie einem KTW zum Glörpark, während das DRK Lüdenscheid ein Führungsfahrzeug, einen Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-San) sowie ein SEG-Mobil (Schnelle Einsatzgruppe mit Technikanhänger) mitbrachten.

Als problematisch erwies sich für einige der Fahrzeuge die enge und steile Zufahrt auf das Gelände – Befürchtungen, die Fahrzeuge könnten aufsetzen, bestätigten sich jedoch nicht.

Neben den Mitgliedern der beiden DRK-Ortsvereine waren auch noch zwei Vertreter der Schalksmühler Feuerwehr anwesend: Olaf Plautz (Löschgruppenführer in Hülscheid) sowie Dirk Kersebrock (Gemeindebrandmeister) hatten allerdings lediglich eine Beobachterfunktion.

Bevor ein Zelt SG 30 als Betreuungszelt sowie ein kleineres Zelt SG 20 zur Versorgung Leichtverletzter aufgebaut werden könnte, musste zunächst eine autarke Notstromversorgung errichtet werden, um die Beleuchtung des Areals mit Scheinwerfern gewährleisten zu können.

Nachdem dann die Zelte innerhalb weniger Minuten aufgebaut waren – hierbei halfen auch die Mitglieder des Jugendrotkreuzes tatkräftig mit – wurde dann die Wärme in den Zelten durch Gasgebläse sichergestellt, die innerhalb weniger Minuten für angenehme Temperaturen sorgten. Dem Sanitätszelt wurde schließlich eine separate Gruppe zugeteilt, wobei die Gruppenleitung im Ernstfall vor Ort entscheiden muss, welcher Verletzte zuerst im Zelt versorgt wird.

Die Verpflegung in Form einer Gulaschsuppe wurde natürlich auch vor Ort vorbereitet, damit all jene, die tatkräftig mit angepackt hatten, sich in ausreichendem Maße stärken konnten. Eine ausführliche Nachbesprechung des Einsatzes fand schließlich am gestern Abend statt.

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