Tiny Houses geplant

„Grandiose Resonanz“ auf Mini-Häuser

Mini-Häuser, Rotthausen, Schalksmühle, Schriever
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Gut angedockt an Schule und Kita, im Westen liegt das Naherholungsgebiet rund um die Glörtalsperre. Wohnraum schaffen ohne viel Fläche zu verbrauchen – auch darin liegt der Charme des Projekts.

Für Tiny Houses gibt es Pläne in dieser Kommune im Märkischen Kreis. Die erste Vorstellung der Idee kam gut an. Der Verantwortliche spricht von einer „grandiosen Resonanz“.

Schalksmühle - Der Schalksmühler Jan Schriever plant eine kleine Siedlung sogenannter Tiny Houses als Mietshäuser in Rotthausen. Die Idee stellte er erstmals im politischen Raum im Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde am Montag, 3. Mai, vor. Über das Projekt sprach er auch mit Florian Hesse.

Herr Schriever, wie sind sie überhaupt auf das Thema gekommen?
Im politischen Arbeitskreis Demografie arbeiten wir an den Stellschrauben, um den Bevölkerungsrückgang in Schalksmühle zu vermindern. Wir haben festgestellt, dass es trotz Bevölkerungsrückgang zu wenig attraktive Mietwohnungen in Schalksmühle gibt. Erschwerend hinzu kommt der Trend, dass immer weniger Personen in immer größeren Häusern wohnen. Wenn wir den Ort attraktiver gestalten, brauchen wir im gleichen Zug aber auch attraktive Wohnungen, um Menschen in Schalksmühle zu halten oder neue für die Gemeinde Schalksmühle zu gewinnen.
Was haben Mini-Häuser damit zu tun?
Mini-Häuser sind aus meiner Sicht die Lösung für diese Aufgabenstellung. Ökologisches Lifestyle-Wohnen im Mini-Haus verbindet ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte mit dem Traum vom Eigenheim. Mit Mini-Häusern lassen sich kleinere Baugebiete oder auch Baulücken sehr wirtschaftlich und ökologisch entwickeln. Vorstellbar ist auch, uralte Häuser in attraktiver Lage abzureißen und durch mehrere Mini Häuser zu ersetzen. Viele kleine Eigenheime mit wenig Ressourcenverbrauch machen einfach Sinn.
Und warum ausgerechnet Holz?
Der natürliche Baustoff Holz kommt hier aus der Region und ist urgemütlich. Große Fensterfronten fangen die attraktiven Ausblicke der Region ein. Das Lifelogisch Wohnkonzept passt einfach sehr gut zur Marke Schalksmühle und ist für die unterschiedlichsten Zielgruppen, vom Studenten über Familien bis zum Rentnerpaar, attraktiv.
Welche Resonanz haben sie bislang erhalten?
Die Resonanz war grandios. So gut, dass wir hier mit gutem Gewissen größer denken könnten. Und ich werde einige Zeit brauchen, um die vielen Mailanfragen zu beantworten.
Gab es auch kritische Stimmen?
Na klar, die Fraktion „geht nicht“ und „kann ich mir nicht vorstellen“, die gibt es auch bei diesem Projekt. Wobei die Stimmen, die mich erreicht haben, zu 99 Prozent positiv waren.
An welche Zeiträume zur Umsetzung denken Sie?
Wir brauchen nach Erteilung der Baugenehmigung circa sechs Monate. Es wäre schön, wenn sich der Holzpreis bis dahin wieder stabilisiert. Also das erste oder zweite Quartal 2022 halte ich für realistisch.

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