CVJM Schalksmühle führt Tradition an der Glör fort

800 Besucher beim Waldgottesdienst 

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Die Gottesdienst-Besucher machten sich auf dem Waldboden gemütlich.

Schalksmühle - Zum 73. Mal hat der Schalksmühler CVJM zum Gottesdienst unter freiem Himmel an der Glör eingeladen. Rund 800 Besucher nahmen teil. V

„In den vergangenen Jahren kamen regelmäßig bis zu 1000 Gläubige zu unserem Gottesdienst an die Glörtalsperre“, blickte die 1. Vorsitzende des CVJM, Sabine Wohlrath, zurück, die auch durch den Gottesdienst führte. Und auch am Pfingstmontag fanden wieder annähernd 800 Besucher den Weg zum Waldstück hinter der Jugendherberge. „Selbst bei schlechtem Wetter können wir uns noch über 400 bis 500 Leute freuen“, ergänzte Mitorganisator Christoph Wohlrath. 

Für die musikalische Untermalung sorgten neben dem CVJM-Musikkreis wieder Mitglieder der Posaunenchöre aus der Umgebung unter der Leitung von Roland Schaufert. 

Pfarrer Dirk Pollmann zu Gast

Nicht wenige Besucher dürften sich auch wegen eines alten Bekannten auf den Weg zu der Talsperre gemacht haben: Der beliebte Pfarrer Dirk Pollmann verabschiedete sich im vergangenen Jahr nach 15 Jahren als Gemeindepfarrer der evangelischen Gemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück, um die kreiskirchliche Pfarrstelle am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg in Halver-Ostendorf zu übernehmen. Bereits bei seiner Verabschiedung versprach er „Ich werde wiederkommen, und ich freue mich darauf“. Nun konnte er sein Versprechen mit der Predigt im Rahmen des Waldgottesdienstes einlösen. 

Hauptorganisator Michael Knörr wurde verabschiedet.

Das Thema seiner Predigt fasste der Pfarrer mit einem Augenzwinkern zusammen: „An Pfingsten darf man schräg sein!“. Auf die Idee kam er, als einer seiner Schüler den Waldgottesdienst mit den Worten „Das ist aber schräg“ kommentierte. Spontan baute Dirk Pollmann auch den Zwischenruf eines ungebetenen Gastes als schräges Beispiel in seine Predigt ein, der um Ruhe schrie. 

Nach 13 Jahren als Hauptorganisator des Waldgottesdienstes wurde Michael Knörr von Sabine Wohlrath verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Robert von Otte an. 

Die Kollekte ist diesmal bestimmt für die Stelle der beiden hauptamtlich Angestellten beim Freundeskreis des CVJM-Kreisverbandes und dem Wiederaufbau der durch den Orkan zerstörten Missionsstation in Dombe, Mosambik. 

Früher Zeltlager, heute fester Termin

Was bereits 1947 als Zeltlager der Jungschargruppen aus Schalksmühle, Halver, Altena und Werdohl begann, wurde 1950 zu einem festen Termin. Seitdem ist das Waldstück nahe der Jugendherberge bei jedem Pfingstfest ein Mekka für Christen.

Das Organisationsteam vom CVJM Schalksmühle.

Nur einmal musste die Veranstaltung vor das Haus Glörtal verlegt werden, damit das ZDF eine Live-Übertragung machen konnte. Ausgefallen ist der Gottesdienst an der Glör noch nie. Die Besucher bringen sich nicht nur ihre Sitzmöbel selbst mit, sondern bei schlechtem Wetter auch geeigneten Regenschutz. 

Am Montag hatten die Veranstalter jedoch Glück und konnten bei angenehmem Pfingstwetter unter dem Laubdach ihren Gottesdienst feiern.

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