Gospel-Musik für Herz, Leib, Seele und Geist

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SCHALKSMÜHLE ▪ Die Stimmen von Living Gospel Schalksmühle drangen am Sonntag bis in den letzten Winkel der Erlöserkirche. Kaum einer der Gäste zum Jubiläumskonzert „30 Jahre Förderkreis Diakonie“ schien nicht bewegt von den Songs des Chores unter der Leitung von Hans-Werner „Hansi“ Scharnowski.

Das vielseitige musikalische Repertoire von Chor, Solisten und Band riss einerseits mit starken Rhythmen mit und regte andererseits mit feinsinnigen Melodien und Texten zum Nachdenken an.

„Keine Sorge, ich werde nicht für sie singen“, unterbrach der Vorsitzende des Fördervereins Rüdiger Bednarz für seine Rede den Chor. „Wer gesund ist, der hat die Pflicht, anderen zu helfen“, zitierte Bednarz einen seiner Vorgänger Günther Vahlefeld. Bei der Gründungsversammlung des Förderkreises der Diakonie Halver-Schalksmühle am 19. Mai 1981 brachte dieser damit die Motivation des Vereins auf den Punkt. 42 Mitglieder riefen den Verein damals ins Leben, um Pflegebedürftige zu unterstützen. Insgesamt zwei Millionen Euro hat der Verein in den vergangenen 30 Jahren in ambulante Pflege einbezahlt. „Dafür geht unser Dank an alle Mitglieder und Spender“, so Bednarz. Auch künftig hofft der Verein auf Unterstützung, daher warb Bednarz für neue Mitglieder. Die Arbeit der Diakonie und die Musik des Schalksmühler Chores würden gut zusammen passen, so der Vorsitzende: „Das ist Musik für Leib und Geist, Herz und Seele werden berührt und bewegt.“

Das Konzertprogramm in der Erlöserkirche unterschied sich in manchen Teilen von dem der beliebten Weihnachtskonzerte von Living Gospel in Schalksmühle. Trotzdem bekamen Fans die beliebten Dauerbrenner des Chores zu hören. Zum Beispiel das aus dem „König der Löwen“ bekannte „Circle of life“, „Hallelujah“ von Leonard Cohen oder das afrikanische „O sifuni mungu“. Mit „You raise me up“ ließ Solist Björn Bergs die Zuhörer sichtlich bewegt zurück. Ein Solo von Saxophonist Eugen Wall auf der „Kirmesflöte“ sorgte kurz darauf für heitere Stimmung. Mit einer großen Zahl weiterer Solisten bewies Living Gospel, dass noch viele Talente in ihm stecken. Neu präsentierte der Chor zum Beispiel den Titel „The love of God“ mit Julia Späinghaus als Solistin.

Mit seiner humorvollen, aber auch hintergründigen Moderation des Konzertnachmittags fand Hansi Scharnowski ein gutes Gleichgewicht zwischen Unterhaltung und der christlichen Botschaft, für die der Chor der Freien evangelischen Gemeinde Schalksmühle steht. Fast entschuldigte er sich dafür, dass die Zuhörer den sonnigen Nachmittag in der Kirche verbringen mussten. Tosender Applaus und stehende Ovationen ließen aber vermuten, dass der Konzertbesuch für die Besucher keineswegs eine Last war. ▪ rit

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