Glörtalsperre: Wasserpest Elodea macht keine Probleme

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An der Glörtalsperre ist die Ausbreitung der Schlingpflanze Elodea kein großes Problem, im Gegensatz zu anderen Seen und Talsperren in der Region.

Schalksmühle - Während an einigen anderen Seen und Talsperren in der Region in diesen Tagen wieder der alljährliche Kampf gegen die Wasserpest Elodea beginnt oder schon läuft, ist die sich immer weiter ausbreitende Pflanze für die Glörtalsperre kein großes Problem.

„Das liegt an der relativ großen Tiefe der Glörtalsperre sowie der Fließgeschwindigkeit“, erklärt Ralf Hedderich vom Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid. Beide Faktoren verhindern bislang, dass die Pflanze sich in der Glör großflächig ausbreiten kann. Deshalb können aus den Zuläufen Glör- und Logrötkerbach eingetragene Elodea-Ableger in der Talsperre kaum überleben.

An der Listertalsperre beispielsweise ist der Zustand ein anderer, dort ist die Elodea-Gattung „Canadensis“ vor allem im Uferbereich großflächig zu finden. Nach dem Winter senkt der Ruhrverband den Wasserspiegel deshalb jedes Jahr um einige Meter ab, damit freiwillige Helfer den Uferbereich mit geeignetem Werkzeug und zwei motorbetriebenen Transportwagen von der Schlingpflanze befreien können.

Noch heftiger betroffen ist der Hengsteysee im Hagener Norden. An machen Stellen liegt die Wassertiefe nur noch zwischen 35 und 60 Zentimeter, so dass viel Licht bis zum Grund durchdringen und die Pflanze schnell wachsen kann – mit erheblichen negativen Folgen für den Schiffsverkehr auf dem Hengsteysee. Im vergangenen Jahr fuhren sich Segler mit ihren Booten immer wieder fest und mussten freigeschleppt werden.

Weil sich durch die niedrige Fließgeschwindigkeit zudem Sedimente, die durch die Ruhr in den See eingetragen werden, absetzen, sinkt der Pegel weiter und die flächendeckende Ausbreitung der Elodea dürfte sich noch verschärfen. Vorübergehend Abhilfe kann immer wieder das Mähen der Pflanze unter Wasser schaffen, wofür Spezialboote des Ruhrverbandes zum Einsatz kommen. Nachhaltig würde nur das Ausbaggern des Sees Wirkung zeigen.

Saison läuft seit dem Wochenende

Diese Probleme gibt es an der Glör nicht, die Wasserqualität ist weiterhin „ausgezeichnet“. Dieses Prädikat bekam die Talsperre erst im vergangenen Jahr wieder durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz verliehen, das regelmäßig die EU-Badegewässer in NRW untersucht.

Seit dem Wochenende läuft die Parkplatzbewirtschaftung für dieses Jahr an der Talsperre durch die Freizeitgesellschaft Glörtalsperre. Die Badesaison beginnt offiziell am 6. Mai. Ab diesem Tag ist an den Wochenenden auch die DLRG-Rettungswache besetzt.

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