Glörtalsperre

Parkgebühren bleiben hitzig diskutiertes Thema

Glörtalsperre Schalksmühle Barrierefreiheit
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Rund um die Glör: Parkgebühren und Barrierefreiheit bleiben Dauerthemen an der Talsperre.

Schalksmühle – Die Glörtalsperre lockt immer wieder viele Naturfreunde an. Wie beliebt und auch wichtig dieser Freizeitschwerpunkt für die Menschen in der Region ist, zeigt, mit welcher Emotionalität manche Besucher bestimmte Punkte sehen. Es gibt Dauer-Streitthemen.

So etwa beim Thema Parkgebühren. Seit Beginn der Osterferien ist das Abstellen eines Fahrzeugs auf dem großen Parkplatz am Restaurant Haus Glörtal wieder gebührenpflichtig. Während in den Wintermonaten kein Geld gezahlt werden muss, kostet die Stunde Parken nun 1 Euro, zwei Stunden 2 Euro, vier Stunden 3,50 Euro und ein Tagesticket 6 Euro.

Unsere Redaktion erreichte dazu eine Leser-Nachfrage, warum die Betreiber gerade jetzt, wo in der Corona-Krise das Angebot an Freizeitaktivitäten sehr gering ist, nicht auf die Erhebung der Gebühren verzichten. Man habe sich als Unternehmen der öffentlichen Hand auch Gedanken gemacht, die Menschen in der Pandemie zu unterstützen, erklärt Doreen Gössinger, Geschäftsführerin der Freizeitgesellschaft Glörtalsperre GmbH (FSG), die das Ausflugsziel bewirtschaftet. Doch auf die Gebühren könne die Gesellschaft nicht verzichten, da sie neben der Pacht für das Haus Glörtal und den Zuschüssen der Gesellschafter, unter anderen die Gemeinde Schalksmühle und der Märkische Kreis, die einzige Einnahmequelle sind. „Wir wollen niemanden von der öffentlichen Teilhabe ausschließen, aber wir haben sonst keine anderen Mittel zur Verfügung. Wir wollen keine Gewinne erzielen. Aber alleine die Instandhaltung der Staumauer kostet uns jedes Jahr 100 000 Euro. Dafür ist ja das Baden umsonst“, betont die Geschäftsführerin mit Hinweis auf den kostenlosen Parkplatz an der Glörstraße (K10) gegenüber der Zufahrt zur Talsperre.

„Premium“, aber nicht barrierefrei

Ein weiterer Punkt ist die Barrierefreiheit. Eine Leserin kritisierte, dass der Seerundweg, der als Premium-Wanderweg ausgezeichnet werden soll, überhaupt nicht „premium“ sein könnte, da der Weg für Rollstuhlfahrer zum Beispiel nicht geeignet sei. Dies sei „echt traurig“. Auch mit Kinderwagen seien vielen Stellen schwierig.

Die Leserin unterstellt den Planern der Umgestaltung des Gewässerumfeldes, dass diese dies sicher nicht getestet hätten. Sie fragt: „Gibt es da noch eine Anpassung oder bleibt der Glörrundweg für manche unerreichbar?“

Die Antwort vonseiten der Verantwortlichen: Eine 100-prozentige Barrierefreiheit kann nicht gegeben werden. Dies sei aber auch nicht das Ziel der Auszeichnung zum Premium-Wanderweg, erklärt Doreén Gössinger. Sie solle vielmehr als Vermarktungselement dienen. Auch in dieser Sache betont die FSG-Geschäftsführerin, dass man niemanden ausschließen wolle. Aber man befinde sich in der Natur, die Topografie lasse wenig Alternativen. So sei es etwa auch bei der Sanierung der Zufahrtsstraße.

Die Freizeitgesellschaft sei aber, so der Vorschlag der Verantwortlichen, offen für Optimierungsvorschläge. Betroffene könnten gerne mit der Gesellschaft in Kontakt treten, sich austauschen und gemeinsam nach möglichen Lösungen suchen, wenn es welche gibt.

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