Glörtalsperre: Anstau erst bei ausreichend Regen

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Durchfluss: Die Glör wird erst bei ausreichend Niederschlag wieder angestaut.

Schalksmühle - Da die Niederschläge bisher nicht ausreichten, wurde noch nicht mit dem Wiederanstau der Glörtalsperre begonnen. Nächste Woche könnte es aber so weit sein.

Ursprünglich sollte der Wiederanstau im November beginnen, doch ein Blick in die Talsperre zeigt, dass sich die Glör weiter durch das Tal schlängelt. „Wir haben eine Mindestabgabe abzuliefern und müssen wasser an die Unterläufe abgeben“, sagt Hans-Ulrich Wehmann, Geschäftsführer der Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH (FSG). Die Bäche in Talsperren, wie eben die Glör, fließen daher durch. „Wir brauchen gewisse Regenmengen, bis wir den Schieber zumachen können“, erklärt Wehmann. „Wenn es nur nieselt, bringt es nichts, weil wir Wasser abgeben müssen.“

Die Mindestabgabe liegt bei 20 Litern pro Sekunde, sodass auch beim Anstauen der Unterlauf der Glör nicht ganz trockenfallen darf, sagt Wolfgang Flender, ebenfalls FSG-Geschäftsführer. Bei den noch nicht ausreichenden Niederschlägen mit dem Wiederanstau zu beginnen, könne außerdem zu einer sogenannten Eutrophierung führen. Das heißt: Wenn die Vegetation, die sich im leeren Talsperrenbecken angesiedelt hat, nur wenige Zentimeter mit Wasser überschwemmt wird, könnte sich beim Verfaulen der Pflanzen die Wasserqualität verschlechtern.

Viel in einem Rutsch anstauen

„Wir müssen in einem Rutsch möglichst viel anstauen, damit es nicht zur Eutrophierung kommt“, sagt Wehmann. Wenn es beispielsweise zwei Tage hindurch starke Niederschläge gebe, die eine deutliche Überstauung von einem Meter oder mehr in Aussicht stellen, könnte man mit den Anstauen beginnen, ergänzt Flender. Voraussichtlich nächste Woche wolle man bei entsprechenden Niederschlägen damit beginnen, wie beide Geschäftsführer bestätigen.

„Wer die leere Glör noch mal sehen möchte, muss sich also beeilen“, sagt Wehmann und verweist darauf, dass auch das Haus Glörtal den Besuchern der Talsperre weiterhin offen steht. Was bezüglich der geplanten Baumaßnahmen an der Talsperre in diesem Jahr geschehe, entscheide sich nun im Januar, erklärt Wehmann zudem. „Die Maßnahmen unter Wasser – also den Badestrand herzurichten – sind weitestgehend abgestimmt.“ Man gehe davon aus, diese auch bis Mai zum Beginn der Badesaison umzusetzen.

Bei den geplanten Maßnahmen oberhalb der Wasserlinie, wie etwa dem Rundwanderweg, müssten noch einige Details abgestimmt werden. Außerdem sei die Umsetzung noch von Förderbescheiden abhängig. Bezüglich der Herrichtung der Zufahrtsstraße K10 gebe es ebenso noch einige Detailplanungen. „Wir hoffen, dass wir damit im Herbst nach der Badesaison anfangen können“, erklärte Hans-Ulrich Wehmann.

Hintergrund

Die Badesaison in der Glör fiel im vergangenen Jahr aus, weil das Wasser aus der Talsperre wegen wichtiger Reparaturen an der Staumauer abgelassen werden musste. Die Sanierungskosten in Höhe von 850 000 Euro tragen die Anteilseigner der Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH, darunter auch Schalksmühle.

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