Gesprächskreis im 20. Jahr

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Gespannt lauschten die Zuhörer. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Im 20. Jahr seines Bestehens startete der Offene Gesprächskreis in der evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück nun sein neues Programm. Im Rahmen der ersten Veranstaltung im laufenden Jahr lieferte der Referent Gerd Otto einen unterhaltsamen Reisebericht mit vielen, selbst angefertigten Dias zum Thema „Der schöne Blick auf die Ruhr von der Quelle bis zur Mündung“.

Um die Ruhr auf ihrer gesamten Strecke zu erkunden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So könnte man zum Beispiel an der Ruhr-Quelle in Winterberg bequem mit dem Fahrrad starten, denn der Ruhr-Rad- und Wanderweg ist bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg fast komplett abschüssig oder ebenerdig und somit bequem zu befahren. Doch auch, wer nicht sportlich als Wanderer oder Radfahrer unterwegs sein will, hat die Möglichkeit, die Ruhr zu erkunden, und zwar mit der Bahn.

„Die Zugstrecke führt sogar oft noch viel näher am Fluss entlang als der Rad- und Wanderweg, so dass man auf diese Weise noch viel mehr von der Ruhr und ihrer Landschaft sieht“, betont der Referent. Wer allerdings mit einer größeren Gruppe von Radfahrern unterwegs ist und eine Teilstrecke mit der Bahn zurücklegen möchte, könnte Probleme bekommen. „In der Regel werden nur Gruppen mit maximal zehn Radfahrern in den Zug gelassen“, erklärt Gerd Otto.

„Hier müsste die Bahn dringend bessere Lösungen schaffen.“ Entlang des Ruhr-Rad- und Wanderweges gibt es viel zu sehen. Nicht weit von der Ruhr-Quelle entfernt durchquert der Radfahrer zum Beispiel das malerische Assinghausen. Wie viele Orte nahe der Ruhr lebt auch der als Blumen- und Rosendorf bekannte Ortsteil von Olsberg im Hochsauerlandkreis überwiegend vom Fremdenverkehr. Als weitere Sehenswürdigkeit auf seinem Weg entdeckte Gerd Otto die „Kardinal-Hengsbach-Brücke“ in Velmede, eine Ruhrbrücke, die dem 1991 verstorbenen, Ruhr-Bischof Franz Hengsbach im Jahr 2006 gewidmet worden war. Viel Raum in seinem Vortrag gab der Referent auch der Stadt Arnsberg. Der Werdegang der geschichtsträchtigen Ortschaft von der ersten Erwähnung im Jahr 789 über die Regentschaft der Grafen von Arnsberg und später im 14. Jahrhundert des Kurfürsten von Köln hat dort viel Sehenswertes hinterlassen. Weitere Attraktionen entlang der Ruhr stellen unter anderem der künstlich für die Industrie und den Wassersport angelegte Kemnader See, das Wasserschloss Kemnade sowie zahlreiche sehenswerte Kirchen in der Region dar. Zur Einkehr gibt es schließlich im Ruhrtal diverse gemütliche Gasthäuser, darunter das „Wellenbad – Hotel und Gutshof an der Ruhr“, das sich etwa auf halber Strecke des Ruhr-Rad- und Wanderweges in Schwerte befindet.

Der nächste Offene Gesprächskreis findet am Dientag, 6. März, ab 19.30 Uhr in der Kreuzkirche am Mathagen statt. An diesem Tag wird Pfarrer Torsten Beckmann zum Thema „Neuapostolische Kirche – christliche Sondergemeinschaft im Umbruch“ sprechen. J bot

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