„Die Sonne liefert den Strom kostenlos nach Hause“

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Günter Bergfeld weiß, dass sich Photovoltaikanlagen auch in dieser Region rentieren. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Energie durch Sonnen- statt Atomstrahlen – das ist das Ziel von Günter Bergfeld. Der Schalksmühler ist zusammen mit Ulrich Hering Geschäftsführer eines Bürgersolarkraftwerkes. Inzwischen betreibt das Unternehmen erfolgreich neun mittlere und größere Photovoltaikanlagen in Schalksmühle und Umgebung.

Wenn gesagt wird, dass sich Photovoltaikanlagen in unseren Breitengraden nicht lohnen, kann Günter Bergfeld nur lachen. „Das kann ich widerlegen.“ Von insgesamt neun Anlagen des Unternehmens lagen im vergangenen Jahr acht auf dem Niveau südlicher Länder. „Im vergangenen Jahr haben wir mehr als 110 000 Kilowattstunden Strom produziert. Damit haben wir etwa 77 Tonnen CO2 eingespart“, sagt Günter Bergfeld, der die Arbeit als Geschäftsführer nicht vergütet bekommt.

2006 gründeten sieben Leute die „Lüdenscheider Sonnenkraftwerk GbR mbH“ mit Sitz in Schalksmühle. Mehr als 740 000 Euro investierten die inzwischen 28 Gesellschafter in neun Anlagen in Schalksmühle, Lüdenscheid und Hagen-Düinghausen. „Die haben zusammen eine Gesamtleistung von rund 153 kW.“

Neben der Anlage von Geld mit einer Verzinsung über Bank-Niveau, habe für die Investoren der ökologische Aspekt im Vordergrund gestanden.

Denn: Die heimische und dezentral erzeugte, unbeschränkt und kostenlos zur Verfügung stehende Sonnenenergie decke insbesondere mittags teuren Lastspitzenstrom ab, verringere die Abhängigkeit von schwindenden Energiereserven und trage damit zur Versorgungssicherheit bei. Da ein großer Teil der Wertschöpfung durch Aufträge an heimische Produzenten (zum Beispiel Kostal, Spelsberg und Lumberg) und Handwerker vor Ort bleibt, werde der heimische Wirtschaftskreislauf gestärkt.

Strom kann

geerntet werden

Initiativen wie Sonnenkraft seien extrem wichtig, denn sie hätten erst möglich gemacht, dass die Bundesrepublik nach jahrelangen Protesten der Anti-Atom-Bewegung und heftigem Widerstand in großen Teilen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie den folgenschweren Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima aus der Atomkraft aussteigen könnte, meint Bergfeld.

„Damit die vier markherrschenden Energiekonzerne ihre Markbeherrschung nicht weiter ausbauen können, ist neben Energieeinsparung die Schaffung dezentraler Strukturen im Energiebereich insbesondere durch Wind-, Wasser- und Solaranlagen sowie Biomasse wichtig“, erklärt Bergfeld. Für Sonnenkraftwerk lohne sich der Bau neuer Anlagen derzeit nicht, da die Einspeisevergütungen stark gefallen seien. Bergfeld: „Dennoch bietet sich insbesondere der Bau von Photovoltaikanlagen auf fast allen Privatdächern geradezu an.“

Da die Produktionskosten für Photovoltaik-Strom wegen der gesunkenen Anlagekosten erheblich unter die steigenden Strombezugskosten gesunken sind, lohne sich insbesondere für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer mit Eigenverbrauch der Bau einer Photovoltaikanlage.

Günter Bergfeld: „Die Sonne liefert den Strom kostenlos nach Hause, er muss nur geerntet werden.“

Hierzu bietet die Lüdenscheider Sonnenkraftwerk GbR eine kostenlose Beratung von Planung bis zur Fertigstellung an. Ansprechpartner sind Günter Bergfeld (Tel. 0 23 51 /5 29 47) und Ulrich Hering (0 23 51 / 4 09 72).

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