Rutenbeck baut 14 Stellen ab

Geschäftsführer Harald Rutenbeck.

SCHALKSMÜHLE ▪ Das Schalksmühler Traditionsunternehmen Rutenbeck baut 14 der rund 60 Stellen in der Volmegemeinde ab. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte Geschäftsführer Harald Rutenbeck. Als Grund nannte er die strukturellen Veränderungen im Bereich Telefontechnik.

Kaum ein Markt verändert sich so rasant, wie der Telekommunikationsbereich. Mobiltelefone, IP-Telefonie und andere Techniken ersetzen immer öfter den klassischen Festnetzanschluss. Als Produzent von Anschlussdosen und anderen elektronischen Komponenten in diesem Sektor ist das Unternehmen Rutenbeck von diesen Entwicklungen im Bereich Telefontechnik betroffen.

„Es gibt starke strukturelle Veränderungen. Diesen passen wir uns an und setzen auf die Sparte Datentechnik“, sagte Harald Rutenbeck. Mit dem Produktschwerpunkt verschieben sich auch die Anforderungen. „Im Bereich Telefontechnik sind 95 Prozent Kunststoff gebraucht worden – für die Datentechnik sind es nur noch fünf Prozent.“ Aus diesem Grund sei das Unternehmen gezwungen „Anpassungsmaßnahmen“ in der Kunststofffertigung vorzunehmen. Denn: Für die Produkte im Datentechnikbereich wie Computernetzwerkverteiler (Switch/ Router) wird mehr Zinkgusstechnik benötigt.

Konkret bedeutet dies, dass von den derzeit rund 60 Stellen am Standort Schalksmühle 14 abgebaut werden sollen. Den Mitarbeitern sei der Wechsel in eine Transfergesellschaft zum Monatsende angeboten worden. Gemeinsam mit dem Betriebsrat sei ein Sozialplan erarbeitet worden.

„So bitter und schwer die Entscheidung für uns war, so sehr glaube ich, dass wir die verträglichste aller Möglichkeiten gefunden haben. Diesen Weg müssen wir nun gehen“, sagte Harald Rutenbeck. Alles andere könnte das gesamte Unternehmen gefährden. Im kommenden Jahr feiert die Firma 140-jähriges Bestehen – „wir streben natürlich weitere 140 Jahre an“.

Im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen sollen auch organisatorische Abläufe „schlanker gemacht“ werden. Damit meint Rutenbeck, dass vom Standort Thüringen aus, an dem rund 90 Angestellte arbeiten, einige Prozesse in Schalksmühle gesteuert werden sollen.

Letztendlich geht Harald Rutenbeck davon aus, dass durch die Maßnahme das Unternehmen „weiterhin auf vernünftigen Beinen stehen“ bleibt. ▪ Matthias Clever

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