Insolvenzverfahren bei Hoffmeister eröffnet

Das Insolvenzverfahren von Hoffmeister Leuchten wurde nun eröffnet. Das sei ein üblicher Schritt, heißt es vonseiten des Insolvenzverwalters.

Schalksmühle  - Der Insolvenzprozess von Hoffmeister Leuchten am Gewerbering kommt ins Rollen. Am 1. Juli wurde das Verfahren am Amtsgericht Hagen eröffnet. Die Hoffnung der Verantwortlichen bleibt aber weiterhin ungetrübt.

Das sei ein üblicher Schritt, sagt Thomas Schulz, Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Jörg Bornheimer von der Sozietät Görg. Auch die Tochtergesellschaften SILL Leuchten GmbH und SRM Technik Gesellschaft für Steuern, Regeln und Messen mbH, jeweils mit Sitz in Berlin und rund 80 Mitarbeitern, haben beim zuständigen Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. 

Jörg Bornheimer ist seit Anfang Mai mit dem „Fall Hoffmeister“ beschäftigt. Er hat gemeinsam mit der Geschäftsführung den Antrag auf Insolvenz gestellt. Hoffmeister-Chef Jens Gerhard Hanfland sagte damals, dass dieser Schritt unumgänglich sei, weil die bisherigen Sanierungsbemühungen außerhalb eines Insolvenzverfahrens sowie die Bemühungen, einen Investor oder einen Erwerber für die Gesellschaft zu finden, zeitlich nicht mehr umsetzbar waren. 

Geschäftsbetrieb wird stabilisiert 

Gesetzlich gebe es keine Vorgabe, wie lange ein vorläufiges Verfahren dauern soll, erklärt Thomas Schulz. „Übliche Praxis ist es, drei Monate Insolvenzgeld zu zahlen. In dieser Zeit wird der Geschäftsbetrieb stabilisiert und ein vorläufiger Bericht über die ,Gesundheit’ des Unternehmens bei Gericht eingereicht. Diese wird zudem aufgefordert, dass Verfahren zu eröffnen.“ 

Das Ziel der Stabilisierung wurde soweit erreicht, dass die Mitarbeiter nun wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb bezahlt werden können. Personelle Konsequenzen seien im vorläufigen Verfahren nicht geplant – ein Personalplan nicht notwendig. Die Investorensuche musste – unabhängig von den vorherigen Bemühungen der Geschäftsleitung – neu aufgewickelt werden. Das sei ebenfalls üblich, da man bestmöglich die Gläubiger zufriedenstellen möchte, so der Sprecher. Die Suche muss der Insolvenzverwalter auch vor Gericht belegen. Er spricht Anbieter in der Branche an und verhandelt über ein erstes Angebot. 

Investorensuche weit fortgeschritten 

„Dieser Schritt ist zwar schon weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Das ist nicht unüblich.“ Details zu den bereits vorhandenen Interessenten darf der Sprecher aber nicht preisgeben. „Alle Beteiligten sind zum Stillschweigen verpflichtet“, sagt Thomas Schulz.

 Eine Stellungnahme, warum das Unternehmen, etwa durch ausgebliebene Zahlungen von Kunden oder durch die Marktlage, den Antrag auf Insolvenz stellen musste, ist Bestandteil des Gutachtens, aber ebenfalls nicht öffentlich und auch nicht belastbar. Das Verfahren soll nicht beeinflusst werden. „Ein Insolvenzverfahren steht in einem Dreiklang. Erstens muss man die Gegenwart verstehen. Zweitens sichert man die Zukunft und drittens beleuchtet man die Vergangenheit.“ 

Wie es nun mit dem Traditionsunternehmen Hoffmeister weitergeht, das wird man erst nach der Gläubigerversammlung am 29. August am Amtsgericht Hagen sehen können.

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