Gesamtschüler bauen eine elektrische Rikscha

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Sascha Döhring (rechts) aus Hagen-Haspe und Johannes Gehrmann aus Schalksmühle haben diese Elektro-Rikscha konstruiert. Anna Lisa Thomé vom ZDI betreut als Projektkoordinatorin das Vorhaben der beiden Gesamtschüler. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Das Ding ist schwer wie ein Traktor und sieht aus, als ob es mit Möhrensaft fährt – tatsächlich ist das karottengelbe Zweirad ein Elektrofahrrad aus dem aktuellen Fuhrparkangebot der Mark E. Den präsentierte der Energieversorger gestern beim ersten Schalksmühler Energietag auf dem Rathausplatz.

Dirk Depping erläuterte interessierten Bürgern außerdem die Vorzüge des Elektrorollers und eines Kleinwagens. Die Fahrräder und den Roller, der je nach Belastung eine Reichweite von 55 bis 80 Kilometer hat, können Bürger nach Anmeldung für einige Tage kostenlos ausprobieren.

Am Stand von ZDI Zentrum Technik Mark erregte ein ungewöhnliches Fahrzeug die Aufmerksamkeit der Besucher. Die Hagener Gesamtschüler Johannes Gehrmann und Sascha Döhring haben eine Art elektrische Rikscha gebaut. Zwei Elektromotoren in den Radnaben treiben den Zweisitzer an. Anna Lisa Thomé von der Fachhochschule Südwestfalen aus Hagen betreut das Projekt und ist begeistert vom Erfindungsreichtum der beiden Zwölftklässler. Werkstattleiter Peter Frigge unterstützt die jungen Fahrzeugbauer. Ermöglicht wird das Projekt Technikförderung für Schüler der Klassen 9 bis 13 durch die Unterstützung der Enervie.

Vor dem Rathaus parkte der Bus der Energieagentur Nordrhein-Westfalen. Die Energieagentur ist neben ZDI (Zukunft durch Innovation) und Mark E der dritte Kooperationspartner, mit dem die Gemeindeverwaltung den Energietag gestaltet hat. Die Gemeindeverwaltung informierte über das seit einem Jahr im Schulzentrum Löh laufende Blockheizkraftwerk.

Im Bus der Energieagentur, der seinen „Heimathafen“ in Wuppertal hat, informierte Günter Neunert interessierte Besucher unter anderem über LED-Licht. Die Vorteile – geringer Energieverbrauch bei gutem Wirkungsgrad, somit gute Lichtausbeute bei wenig Wärmeverlust – wurden erfahrbar, wenn Besucher sich an der leuchtenden Glühbirne die Finger fast die Finger verbrannten, während die LED-Birne die Raumtemperatur kaum überschritt.

Nachteile aller energiesparenden Techniken sind zurzeit noch relativ hohe Investitionskosten. Auch Leichtbaumaterialien für den Fahrzeugbau könnten zum Einsatz kommen – Aluminium und Karbon sind aber noch deutlich teurer als Stahl. Die Beteiligten hoffen auf den Fortschritt der Technik, um dereinst zum Beispiel leistungsfähigere Batterien mit geringerem Gewicht bauen zu können, womit wieder größere Reichweiten möglich wären.

Kämmerer Reinhard Voss und Energieexperte Martin Halbrügge, die den Energietag begleitet haben, zeigten sich mit der Resonanz zufrieden und freuten sich besonders über das rege Interesse der Schalksmühler Schüler an den Themen. ▪ bomi

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