Edeka reicht neuen Bauantrag ein

+
Betonblöcke trennen den Parkplatz des Dursty-Markts seit einiger Zeit von den leerstehenden Gebäuden auf dem ehemaligen Aldi-Gelände an der Volmestraße in Dahlerbrück.

Dahlerbrück - Der geplante Bau eines Edeka-Markts auf dem ehemaligen Aldi-Gelände an der Volmestraße in Dahlerbrück ist nach wie vor Thema in der Gemeinde.

Nach monatelangem Stillstand kommt wieder etwas Bewegung in die Angelegenheit: „Bauanträge sind bei uns eingegangen“, teilt Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, auf Anfrage zwar mit, einige Details bleiben jedoch ungewiss. Unsere Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen zu dem Großprojekt: 

Was ist der Inhalt der neuen Bauanträge? 

Die Edeka-Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr möchte einen Vollsortimenter mit integriertem Getränkemarkt und einer Verkaufsfläche von 1555 Quadratmetern durch einen Projektentwickler auf dem Gelände errichten lassen. Das bestätigt Unternehmenssprecher Gerd Koslowski auf Anfrage unserer Zeitung. Geplant sei ein „moderner, auf Frische und Qualität ausgerichteter Markt“. 

In einem weiteren Antrag geht es um den Abriss des Backsteingebäudes, in dem derzeit die Dursty Getränkemärkte GmbH eine Filiale betreibt. Dieses und die anderen leerstehenden Gebäude sollen für den Supermarkt-Neubau weichen. 

Wie reagiert Dursty auf die Veränderungen? 

„Es gibt für Schalksmühle keinerlei vertragliche Neuigkeiten. Wir haben nach wie vor einen langfristigen Mietvertrag für dieses Objekt.“ Das teilt Annamaria Friedrich aus der Dursty-Marketingabteilung in Absprache mit den Immobilienverantwortlichen des Unternehmens mit. Allerdings beschäftige sich Dursty derzeit mit der Suche nach einem Alternativstandort in Schalksmühle. Den Grund dafür nannte das Unternehmen auf Anfrage unsere Zeitung bis Redaktionsschluss nicht. 

Wie unterscheidet sich der Antrag von den bisherigen Planungen Edekas?

Bereits 2014 reichte Edeka einen Bauantrag über einen Markt ohne Getränkeabteilung und mit einer Verkaufsfläche von 1400 Quadratmetern beim Märkischen Kreis ein. Dieser wurde genehmigt und seitdem zweimal verlängert. In der Zwischenzeit hat sich Edeka allerdings für den Bau eines Vollsortimenters am Standort Dahlerbrück entschieden. 

In einer Bauvoranfrage an den Kreis war von einer Filiale inklusive Getränkemarkt mit einer Verkaufsfläche von 1800 Quadratmetern die Rede. Die Voranfrage wurde im Vorjahr ebenfalls positiv entschieden. 

Was verändert der neue Antrag mit einer geringeren Verkaufsfläche am Verfahrensablauf? 

Die Antwort ist nichts. Laut Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt der Gemeinde Schalksmühle, ging es in der bereits positiv beschiedenen Bauvoranfrage um einen Markt mit einer Verkaufsfläche von maximal 1800 Quadratmetern. Das bedeutet: Der neue Bauantrag weiche nicht wesentlich von der genehmigten Voranfrage ab, sodass kein neues Verfahren nötig sei. 

Wie geht es nach dem Eingang der Anträge beim Kreis nun weiter? 

„Die Gemeinde hat acht Wochen Zeit, um auf die Anträge zu reagieren“, sagt Kreispressesprecher Hendrik Klein. Das sei laut Ralf Bechtel bereits erfolgt. „Wir haben zugestimmt“, sagt Bechtel, der in diesem Zusammenhang auf die politischen Beratungen im Vorjahr rund um die positiv beschiedene Voranfrage hinweist. 

Wer ist nun am Zug? 

Die Entscheidung über die Anträge liegt beim Märkischen Kreis als der zuständigen Bauaufsichtsbehörde. Diese prüft verschiedene Parameter wie naturschutzrechtliche Belange und Erschließung. Durch die genehmigte Bauvoranfrage ist von einer verkürzten Bearbeitungsdauer auszugehen. 

Wie geht es weiter, falls der Kreis die Bauanträge genehmigt? 

Gibt es grünes Licht vom Märkischen Kreis, rechnet Edeka mit einem Baubeginn im Sommer dieses Jahres. „Wenn alles glatt läuft, ist die Fertigstellung 2019 zu erwarten“, sagt Edeka-Sprecher Gerd Koslowski.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare