K wie Kultur: Musikalische Grenzüberschreitungen

Das Streichquartett Les Sirènes ist laut den Veranstaltern nicht nur ein Augen-, sondern vor allem ein Ohrenschmausch.

SCHALKSMÜHLE ▪ Klassische Musik, Blues, Soul, Boogie-Woogie, Folk, Jazz, Theater und Lesungen – unter dem Motto „K wie Kultur“ werden in diesem Jahr wieder zahlreiche Veranstaltungen angeboten. Neben den Abo-Veranstaltungen werden im ersten Halbjahr fünf kulturelle Events angeboten.

Los geht es am Sonntag, 24. Februar, ab 15 Uhr im Rathausfoyer mit „Leser lesen für Leser“. Hildegard Knop liest eine Geschichte aus dem Buch „Schuld“ von Ferdinand von Schirach; Dörte Täschner-Pollmann liest die Erzählung „Mrs. Bixby und der Mantel des Obersts“ von Roald Dahl aus seinem Geschichtenband „Küsschen, Küsschen“; Dr. Jörg Bohmeyer liest einen Abschnitt aus dem Buch „Die glücklichen Inseln hinter dem Winde“ von James Krüss; Pastor Thorsten Rehberg liest aus dem Bändchen „Der Mann mit den Bäumen“ von Jean Giono. Musikschüler gestalten die Zwischenmusiken.

Ein „Kleines Konzert“ wird am Sonntag, 10. März, ab 11.30 Uhr im Rathausfoyer gespielt. Reinhold Felthaus (Gesang) und Klaus Bernhard Roth (Klavier) werden das Programm mit Stücken von Franz Schubert „Das Wandern“, „Ständchen“, „Erlkönig“ und „Der Lindenbaum“; von Carl Loewe „Heinrich der Vogler“ und „Die Uhr“; von Albert Lortzing aus der Oper Der Wildschütz „Fünftausend Taler“ und die Arie des Baculus gestalten.

„Musikalische Grenzüberschreitungen“ sind am Freitag, 26. April, ab 20 Uhr in der katholischen Kirche zu hören. Das Streichquartett Les Sirènes spielt in der Besetzung: Freya Deiting (Violine), Dagmara Daniel (Violine), Christine Hanl (Viola) und Jelena Likusic (Violoncello). Die Musikerinnen vereinen nach eigenen Angaben „in einer unwiderstehlichen Mischung hohes Spielniveau, ungewöhnliche Arrangements und feinen weiblichen Charme“. Die Veranstalter versprechen ein Konzertgenuss der besonderen Art. Im Laufe der Zeit sei ihr Repertoire zu einem schillernden Spektrum der unterschiedlichsten Musikrichtungen angewachsen. Zwar geht es bei den Arrangements durchaus mal robust zu, wenn etwa die Bohemian Rhapsodie (Queen) auf zwei Geigen, Bratsche und Cello intoniert wird; aber ebenso überzeugen die vier studierten Musikerinnen mit durchsichtigen klassischen Klängen. Im Rahmen der „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ gegründet, spielten Les Sirènes mit der Jazz-Legende Dennis Rowland (USA) und dem East West European Jazz Orchestra“.

Die Band Trio Boogie Connection will am Freitag, 24. Mai, ab 20 Uhr die Besucher im Bauernhaus Wippekühl mit einer Mischung aus Blues, Soul und Boogie-Woogie begeistern. „Die dreiköpfige Band braut eine heiße Mischung aus Blues, Boogie-Woogie, Rhythm’n Blues und Soul, die es in sich hat“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Mit mehr als 100 Konzerten pro Jahr, darunter Auftritte bei nahezu allen bedeutenden Jazz-Festivals in Deutschland und im europäischen Ausland, gehören sie zu den erfolgreichsten Bands. Piano, Gitarre, Mundharmonika und Schlagzeug bilden die Arbeitsgeräte von Boogie-Connection. Thomas Scheytt am Piano verfügt über ein herausragendes durch die klassische Ausbildung erworbenes Können. Zuweilen bearbeitet er die Tastatur seines Instrumentes in atemberaubender Manier. Der Sänger Christoph Pfaff steht ihm in keiner Weise nach. Seine Soli auf dem Saiteninstrument klingen brillant und die Verschmelzung seines Gesangs mit dem Gitarrenspiel ist äußerst stimmig. Am Schlagzeug wirkt Hiram Mutschler als Verbindungselement zwischen den Instrumenten und als eloquenter Drummer, der in lauten und leisen Sequenzen Großartiges leistet.

Ebenfalls im Bauernhaus Wippekühl findet am Freitag, 14. Juni, ab 20 Uhr eine Celtic-Night statt. Die Band Matching Ties Quintett wird dort spielen. Matching Ties heißt auf Deutsch „zusammenpassende Krawatten“. Solche tragen die fünf Musiker immer auf der Bühne. „Ties“ steht außerdem für „Verbindung“ – in diesem Fall für die Verbindung von Musikern verschiedener Nationalitäten. Die Matching Ties stammen unter anderem aus Großbritannien, Irland und den USA. Das Quintett spielt handgemachte Musik auf einer Vielzahl akustischer Saiteninstrumente wie Gitarre, Geige, Stielgitarre, Mandoline, Mandola, Irische Bouzouki, Bass und Banjo. Die Männer singen zwei- bis vierstimmig und spielen einen breiten Mix aus irischem, britischem und amerikanischem Folk. Absolut professionell ist das instrumentale Können. Die Kombination aus virtuosem Spiel, authentischem Gesang und lockerer Unterhaltung zeichnet diese internationale Truppe aus. ▪ mc

Informationen zu den Veranstaltungen gibt es im Kulturbüro unter den Telefonnummern 0 23 55/84-2 41 und 84-2 42.

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