Zwei Vorschläge stehen zur Diskussion

Neue Kindergartenplätze in Schalksmühle geplant

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Neuer Nachbar für die Primusschule? Unterhalb des Schulzentrums könnte eine neue Kindertagesstätte entstehen.

Schalksmühle - Bereits im vergangenen Jahr haben Verwaltung und Politik über Möglichkeiten gesprochen, den extrem steigenden Bedarf an Kindergartenplätzen in Schalksmühle zu decken. Zwei konkrete Vorschläge stehen nun zur Diskussion.

In dieser Woche steht das Thema im Rathaus im Vordergrund. Sowohl im Rat am Montag, als auch in den Ausschüssen für Kinder, Jugend und Schule (Dienstag) und Bau- und Planungsausschuss sowie im Hauptausschuss (beide Mittwoch) wird beraten, ob die favorisierten Lösungen weiter verfolgt werden. 

Geplant ist zum einen, für 2020 eine zusätzliche Einrichtung mit drei Gruppen aufzubauen. Nach Abstimmung mit allen Parteien schlägt die Verwaltung vor, das Gelände der Primusschule als Standort für eine neue Kita zu nutzen. Nach Sichtung durch die Fachbereichsleiter Ralf Bechtel (Technisches Bauamt) und Anja Wolf (Bildung, Kultur und Sport) sei das Hanggelände, das an die beiden Parkplätze an der Straße Im Schlah angrenzt, geeignet. Die Vorteile: Das Grundstück gehört der Gemeinde und ist unbebaut. Zudem ist eine Infrastruktur bereits vorhanden. Des Weiteren würde eine Kita den Schulstandort Primusschule stärken, so die Verantwortlichen. 

Mehr Verkehr durch neue Kita

Der Kindergarten in Dahlerbrück soll erweitert werden.

Ein Nachteil: Der Fraktionsvorsitzender der CDU, André Krause, äußerte bereits im Rat am Montag die Befürchtung, dass durch die neue Kita das Verkehrsaufkommen in der anliegenden Straße steigen und die Schüler auf ihrem Weg zur Schule gefährdet sein könnten. Dazu meinte Bürgermeister Jörg Schönenberg: „Eine verkehrstechnische Betrachtung gehört bei der Planung einer Kita immer dazu.“ Und Anja Wolf ergänzte: „Am Schulzentrum ist es bereits jetzt eng. Das müssen wir in der Planung berücksichtigen.“ 

Nach den Berechnungen der Jugendhilfeplanung des Märkischen Kreises werde die Einrichtung mit Beginn des Kindergartenjahres 2020/21 benötigt, heißt es in den entsprechenden Vorlagen. Eine konkrete Bauplanung sei deshalb notwendig. Mit den Bauplanungen müsse daher schnellstmöglich begonnen werden. Gelder in Höhe von 50 000 Euro für die Planung stehen im Haushalt zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit der Förderung. 

45 Plätze sollen zur Verfügung stehen 

Nach der Beratung in den entsprechenden Gremien soll nun bald eine Entscheidung getroffen werden, ob an der vorgeschlagenen Örtlichkeit eine neue Kita entstehen soll. Ein anderer, bereits bestehender Kindergarten, die Villa Kunterbunt in Dahlerbrück, soll nach dem Wunsch der Verwaltung erweitert werden. Dort sollen dauerhaft 45 Plätze vorhanden sein. Der Bedarf orientiere sich an den gemeinsamen Empfehlungen der Landesjugendämter der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR), erklären die Verantwortlichen. 

Bei der geplanten Belegung fehlen der Einrichtung ein Mehrzweck-/Differenzierungsraum, zusätzliche Sanitär-/Pflegeeinrichtung im Untergeschoss, Flächen für Garderoben, Büro/Besprechungsraum und ein Personalraum, ist in der Vorlage zu lesen. 

Einliegerwohnung soll umgebaut werden 

Die Verwaltung möchte deshalb die Räume der bisherigen Einliegerwohnung in dem Gebäude Im Dahl 18 nutzen. Dort stehen zum Jahresende rund 60 Quadratmeter zur Verfügung. Die Kosten für die Planung werden mit 20 000 Euro veranschlagt. Um die baulichen Maßnahmen nach Räumung der Wohnung schnellstmöglich umsetzen zu können, soll mit der notwendigen Planung zügig begonnen werden. Die Umsetzung erfolgt in Abstimmung mit dem Jugendamt.

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