Schalksmühler Einzelhandel soll gestärkt werden

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Der Leerstand gerade an der Bahnhofstraße ist ein großes Problem für die Gemeinde.

Schalksmühle - Leerstehende Geschäftsräume und ein wenig frequentiertes Gemeindezentrum – um bessere Handlungssicherheit zu bekommen, hat die Gemeinde ein sogenanntes Einzelhandelskonzept in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden nun der Öffentlichkeit präsentiert.

Den Zuschlag für die Erstellung bekam im vergangenen Jahr das Büro Stadt + Handel in Dortmund (wir berichteten). In zwei Arbeitskreisen wurde unter Beteiligung politscher Vertreter aller Fraktionen, Vertretern der relevanten Behörden und Interessenverbände und Vertretern des Schalksmühler Einzelhandels und der Verwaltung diskutiert. Als nächster Schritt wird die Offenlage der Fortschreibung des Konzeptes bei den Nachbarkommunen und den Trägern öffentlicher Belange erfolgen. 

Planungssicherheit für Verwaltung 

Das Konzept zielt auf gleich mehrere Punkte ab. Es soll den Handeln in der Gemeinde aktiv begleiten. Die wohnortnahe Versorgung soll gesichert und weiterentwickelt werden. Die Landes- und Regionalplanung soll berücksichtigt werden. Es soll einen absatzwirtschaftlichen Rahmen aufzeigen, damit der Istzustand und die Möglichkeiten für neue Geschäfte beleuchtet werden kann. Zudem soll es der Verwaltung Planungssicherheit bieten. 

Das Hauptproblem des Einzelhandels in der Gemeinde sei die fehlende Zentralität, sagt Britta Hilkmann, Mitarbeiterin des Büros. Das Ziel des Konzeptes sei es, eine 100-prozentige Versorgung des sogenannten kurzfristigen Bedarfs (Lebensmittel) zu erreichen. Das Potenzial dafür sei in Schalksmühle vorhanden, 20 Prozent an Zuwachs bei der Zentralität seien möglich. Diese soll sich an der Bahnhofstraße und Mühlenstraße konzentrieren. Zudem steht der Bereich Am Bahnhof und an der Hälverstraße im Fokus. Außenbereiche, etwa an der Volmetraße, sind vor allem für autoorientierte Kundschaft interessant. „Gerade im Bereich Nahrungsmittel bestehen Möglichkeiten zur Neuansiedlung von Anbietern“, erklärt Britta Hilkmann. „Man muss sich aber um die Ansiedlung bemühen, etwa im Falle eines Baumarktes.“ Das Hauptziel des Konzeptes sei die Stärkung der Gemeinde, verbunden mit einer Verbesserung der zentralen Versorgung, so die Mitarbeiterin. 

Sortimentliste bringt Überblick

Die Ergebnisse der Erhebungen sind sehr vielschichtig. So lässt sich anhand des Konzeptes sagen, welche Branchen am stärksten in der Gemeinde vertreten sind. Die meisten Geschäfte bieten demnach Nahrungs- und Genussmittel an, gefolgt vom Kosmetik- und Parfüm/Apotheken. Hier sieht das Konzept auch die höchsten Ansiedlungschancen. Auch medizinische und orthopädische Produkte hätten Potenzial. Wenig vertreten sind Bettwaren/Tischwäsche sowie Baumarktsortimente und Elektroartikel. Hier gibt es wenig Möglichkeiten der Ansiedlung.

 Die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel gestalten sich wie folgt. Im besten Falle geht das Konzept von einer Schrumpfung von rund 2,9 Prozent aus. Im schlimmsten Fall wären es rund 5,3 Prozent. Die Kunden werden zunehmend älter. Die Kaufkraft und die Preise zeigen einen leichten Anstieg auf. Die Ansprüche an die Verkaufflächen nehmen leicht zu. 

Neue Ideen werden gesucht

Die Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Planung, denen das Konzept vorgestellt wurde, stimmten nach langer Diskussion dafür, dass zum einem das Konzept unter Berücksichtigung des Beratungsergebnisses anerkannt wird und zum anderen die Verwaltung beauftragt wird, die Öffentlichkeit, die Nachbarkommunen und die relevanten Träger öffentlicher Belange zu informieren und um Anregungen zum Konzept zu bitten.

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