Gemeinde will Flächen umwandeln, damit in Stallhaus gebaut werden kann

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Angrenzend an die bestehende Bebauung in Stallhaus soll das neue Baugebiet entstehen. Die Vermarktung der Baugrundstücke soll durch die Gemeinde erfolgen.

Schalksmühle - Um von der Bezirksregierung Arnsberg grünes Licht für die Ausweisung des geplanten Neubaugebietes in Stallhaus zu erhalten, muss die Gemeinde Bereiche, die im aktuellen Flächennutzungsplan als sogenannte Wohnbauflächenreserven ausgewiesen sind, umwandeln. Dabei geht es um Flächen mit einer Gesamtgröße von fast sieben Hektar.

Das geht aus einer Vorlage der Verwaltung für die nächste Sitzung des Bau- und Planungsausschusses (20. Februar, 16 Uhr, Ratssaal) hervor, die sich mit dem Einleitungsbeschluss zur 20. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde befasst.

So weist der derzeit geltende Flächennutzungsplan, der bereits 1975 in Kraft trat, nach Berechnungen der Bezirksregierung Arnsberg außerhalb der geplanten rund 3,4 Hektar Wohnbaufläche im neuen Baugebiet Stallhaus eine Wohnflächenreserve von zirka 17 Hektar aus. Hinzu kommen rund 6,5 Hektar, die an Wohnflächenreserve durch vorhandene Baulücken im Bestand zur Verfügung stehen. Den Bedarf an Wohnbauflächen beziffert die Bezirksregierung für die kommenden 14 Jahre jedoch nur auf 3,4 Hektar.

Um trotz des deutlichen Missverhältnisses zwischen vorhandenen Reserven und langfristigem Bedarf die erforderliche positive Stellungnahme der Bezirksregierung zum Neubaugebiet in Stallhaus zu erhalten und so das Verfahren nicht ins Stocken geraten zu lassen, hat die Gemeinde mit den Arnsberger Verantwortlichen vereinbart, umgehend Umplanungsflächen, die noch als Reserve für Wohnbebauung im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind, verbindlich zu benennen.

Vorgesehen hat die Verwaltung neun Teilflächen mit einer Gesamtgröße von 6,9 Hektar, die sich in den Ortsteilen Rotthausen, Flaßkamp, Dahlerbrück, Heedfeld, Harrenscheid, Everinghausen und Hülscheid befinden. Bei diesen Flächen handelt es sich jeweils um landwirtschaftliche Nutzflächen oder Waldparzellen. Als solche sollen sie nun auch im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Weitere 1,3 Hektar Wohnbauflächenreserven werden bekanntlich in Stallhaus zurückgenommen, weil das geplante Baugebiet kleiner ausfällt als in den Ursprungsplanungen vor einigen Jahren vorgesehen.

Mehr als 30 Baugrundstücke

Wie mehrfach berichtet, sollen am Westrand des Ortsteils, angrenzend an die vorhandene Bebauung, mehr als 30 Baugrundstücke unterschiedlicher Größe (mindestens 450, maximal 890 Quadratmeter) entstehen. Den Beschluss zur Offenlage des Bebauungsplans für diesen Bereich hat der Bau- und Planungsausschuss ebenfalls auf der Tagesordnung. Nach der Bürgerbeteiligung Ende Oktober wurde der Plan noch einmal geringfügig verändert. Die im nördlichen Bereich geplanten zweigeschossigen Gebäude sollen durch eine Verschiebung der Baugrenze nun etwas tiefer liegend errichtet werden, weil die Anwohner der angrenzenden Bestandsbebauung andernfalls eine zu starke Beeinträchtigung ihrer Aussicht befürchten.

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