Gemeinde verbessert Flüchtlingsbetreuung

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Die BFDler werden auch in der Unterkunft „In der Lieth“ arbeiten.

Schalksmühle - Um auch bei einer weiter stetig wachsenden Flüchtlingszahl eine angemessene Betreuung der Personen in Schalksmühle gewährleisten zu können, reagiert die Gemeinde jetzt und schafft ab sofort zwei neue Bundesfreiwilligendienst-Stellen.

„Aktuell haben wir 136 Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz“, sagt Wolfram Göhlert, Sachgebietsleiter Soziales der Gemeinde. Erst gestern seien fünf Flüchtlinge neu in der Volmekommune angekommen, am vergangenen Montag drei. „Das ist eine normale Anzahl, wir liegen durchschnittlich bei fünf bis acht Zuweisungen pro Woche“, so Göhlert.

Angebot richtet sich an Unter-25-Jährige

Weil eine Betreuung ausschließlich über das Netzwerk Flüchtlingshilfe bei dieser Personenanzahl nicht mehr zu bewerkstelligen sei, werden nun zwei Freiwilligendienstler gesucht. Das Angebot ist auf maximal ein Jahr befristet und richtet sich an Unter-25-Jährige.

Vielseitiges Aufgabengebiet

Eingesetzt werden sollen die jungen Erwachsenen im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes (BFD) hauptsächlich für einfache Hausmeistertätigkeiten in den Flüchtlingsunterkünften, für die Begleitung der Neubürger bei Behördengängen oder Arztbesuchen, aber auch bei der Unterstützung von Flüchtlingskindern in Schulen und Kindertagesstätten sowie in der Begleitung zur Sprachförderung. Stationiert sein werden die beiden BFDler im Rathaus und sollen von dort aus immer da eingesetzt werden, wo gerade Unterstützung benötigt wird. Geschehen werde dies in enger Absprache mit Irmtraud Quenzel vom Netzwerk Flüchtlingshilfe.

Zuweisung einer größeren Gruppe nicht angekündigt

Die Schaffung von zwei Bundesfreiwilligendienst-Stellen bedeute nach Aussage der Gemeindeverwaltung allerdings nicht, dass mit der Zuweisung einer größeren Flüchtlingsgruppe durch die Bezirksregierung Arnsberg zu rechnen sei. „Eine größere Gruppe oder gar die Schaffung einer Erstaufnahmeeinrichtung ist uns nicht angekündigt“, sagt Göhlert.

Noch reicht der Wohnraum

Bei der Unterbringung der Flüchtlinge setzt die Gemeinde weiterhin größtenteils auf eine dezentrale Unterbringung in Privatwohnungen. Mit Blick auf die bereits winterlichen Temperaturen sagt Göhlert: „Aktuell verfügen wir noch über so viel freien Wohnraum, dass es gesichert ist, alle Personen in festen Quartieren unterbringen zu können.“

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