Gemeinde hofft auf Unterstützung bei Ausweisung neuer Gewerbeflächen

+
Arbeitstreffen im Büro des Bürgermeisters: (von links) Jörg Schönenberg, Angela Freimuth und Jan Schriever.

Schalksmühle - Antrittsbesuch nach der Übernahme der Regierungsverantwortung in Düsseldorf: Angela Freimuth, FDP-Landtagsabgeordnete aus Schalksmühle, traf sich in dieser Woche gemeinsam mit Jan Schriever, Vorsitzender der FDP Schalksmühle, mit Bürgermeister Jörg Schönenberg, um über die für die Gemeinde wichtigen Themen Lehrerversorgung und Ausweisung neuer Gewerbegebiete zu sprechen.

Bekanntlich verfügt die Gemeinde praktisch über keine freien, bebaubaren Gewerbeflächen mehr, auf denen sich neue Unternehmen ansiedeln oder bestehende expandieren können. „Der Handlungsdruck ist groß. Bei der Ausweisung neuer Flächen benötigen wir die Unterstützung der Landesregierung. Deshalb ist es wichtig, ins Gespräch zu kommen. Den Auftakt haben wir jetzt gemacht“, sagte Schönenberg. 

Freimuth versprach, erste Weichen zur Veränderung der Landesentwicklungsplanung, die zuletzt nicht gerade günstig für die Region Südwestfalen gewesen sei, unmittelbar nach der Sommerpause stellen zu wollen und kritisierte zugleich die rot-grüne Vorgängerregierung: „Bei der bisherigen Planung war es aufgrund der vielen Restriktionen schwierig, neue Industrie- und Gewerbeflächen auszuweisen. Diese Politik hätte Unternehmen sicherlich nicht dazu verleitet, sich für Südwestfalen zu entscheiden. Wir wollen die Region – und damit auch Schalksmühle – als attraktiven Wirtschaftsstandort erhalten.“ 

Jan Schriever sprach von einer zuletzt fast schon industriefeindlichen Politik für die Region Südwestfalen. „Jetzt gilt es den Turnaround zu schaffen.“ 

Fehlende Lehrkräfte bereiten Sorgen 

Wie wichtig eine wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde auch hinsichtlich der Kommunalfinanzen sei, machte Bürgermeister Schönenberg deutlich: „Wenn wir keine neuen Flächen bekommen, wird praktisch eine Schalksmühler Lebensader abgeschnitten!“ Deshalb gelte es nicht zu warten, bis der Landesentwicklungsplan geändert sei, sondern sich schon jetzt auf den Weg zu machen und Türen zu öffnen. „Schließlich haben wir den Fortschritt der Gemeinde im Blick“, sagte Schönenberg. 

Sorgen macht dem Gemeindeoberhaupt darüber hinaus die Personalsituation an der Primusschule. Wie derzeit viele Bildungseinrichtungen im Land, hat auch die einzige weiterführende Schule in der Gemeinde Schwierigkeiten, ausreichend Lehrkräfte zu bekommen. „Als eine im Aufbau befindliche und wachsende Schule haben wir deshalb ein doppeltes Problem, weil wir jedes Jahr viele neue Stellen ausschreiben müssen“, sagte Schönenberg. 

Weil das Problem des Lehrermangels nicht über Nacht zu lösen sei, forderte der Bürgermeister mehr Spielraum für die Schulen ein. „Freie Stellen könnten kapitalisiert werden, damit die Primusschule weitere Mittel erhält, um speziell im Ganztagsbereich mit Kooperationspartnern wie dem SOS-Kinderdorf Sauerland, der Musikschule, Sportvereinen oder dem Technikzentrum Südwestfalen in Lüdenscheid dennoch eine optimale Versorgung anbieten zu können“, sagte Schönenberg. Entscheidend sei schließlich, dass die Schule trotz des Lehrermangels auch zukünftig ihr pädagogisches Konzept vollumfänglich verfolgen könne. 

„Wir brauchen mehr externes Personal in den Schulen“, stimmte Freimuth dem Bürgermeister in seinen Überlegen zu und versprach mit der neuen Landesregierung mehr Möglichkeiten für Schulen schaffen zu wollen. „Wir haben in der Koalitionsvereinbarung als Ziel festgehalten, die Autonomie der Schulen zu stärken, um mehr innovative Kooperationsprojekte verwirklichen zu können.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare