Aldi in Heedfeld

Gespräche mit Aldi: Standort in Heedfeld gefährdet?

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Was passiert mit dem Aldi-Markt in Schalksmühle? Derzeit laufen Gespräche über einen möglichen Neubau.

Heedfeld - In Schalksmühle sind Pläne von Aldi im Gespräch. Nach 15 Jahren wird das Gebäude dem Discounter wohl zu klein. 

Aldi will sich anscheinend am Standort Heedfeld vergrößern. Ganz so leicht ist das allerdings nicht. Dazu müsste, vorausgesetzt dieses Vorhaben ist politisch gewollt, gemeinsam mit der Bezirksregierung das Planungsrecht geändert werden, heißt es vonseiten der Gemeinde Schalksmühle. 

Der Discounter selbst wollte sich noch nicht zu dem Thema äußern. Leider könne man diesbezüglich keine Informationen liefern, teilte Axel vom Schemm, Manager der Unternehmenskommunikation bei Aldi-Nord, mit. Vonseiten der Gemeinde Schalksmühle werden allerdings Gespräche bestätigt. 

Begrenztes Sondergebiet

„Aldi will in der Fraktionsrunde die eigenen Überlegungen vorstellen“, sagt Bürgermeister Jörg Schönenberg. „Es geht darum, einen Aldi-Markt der neuen Generation zu bekommen.“ Die nicht-öffentliche Runde mit den Ratsfraktionen soll in der ersten Aprilhälfte stattfinden. Man müsse dabei schauen, was politisch gewollt und planungsrechtlich möglich sei, sagt Schönenberg. Der Standort in Heedfeld ist planungsrechtlich ein klar begrenztes Sondergebiet. 

Wenn dieses verändert, also erweitert werden soll, müsste das Planungsrecht entsprechend geändert werden, erklärt der Bürgermeister. Dabei sei neben der Gemeinde Schalksmühle auch die Bezirksregierung in Arnsberg involviert. „Wir sind planungsrechtlich nicht allein im Boot.“ 

Obwohl die Aldi-Absichten noch nicht öffentlich in den zuständigen Gremien behandelt wurden, kamen sie kürzlich bei einer CDU-Veranstaltung in Schalksmühle zur Sprache. Bei einem Treffen der örtlichen Seniorenunion hatte der Schalksmühler CDU-Kreistagsabgeordnete Bernd Schmitt berichtet, dass das Gebäude des Aldi-Markts in Heedfeld dem Discounter nach 15 Jahren zu klein geworden sei. 

Umsetzung der Pläne fraglich

Da ein Anbau nicht in Betracht komme, wolle Aldi in unmittelbarer Nähe neu bauen. Auf die Nachfrage, was mit dem jetzigen Gebäude geschehe, sagte Schmitt bei der Veranstaltung, dass es bereits einen potenziellen Nachmieter gebe. Es sei allerdings fraglich, ob Aldi seine Pläne tatsächlich umsetze, da sich bisher einzig die CDU-Fraktion dafür ausgesprochen habe. 

Als Alternative zum Neubau sieht Bernd Schmitt den Rückzug des Discounters aus Heedfeld. „Ich halte es für dringend notwendig, einem Drittel der Schalksmühler Bevölkerung diesen Markt vorzuhalten“, betonte Schmitt. „Wir verstehen es einfach nicht, dass man einer solchen Ansiedlung nicht positiv gegenübersteht.“

Bürgermeister Jörg Schönenberg bewertet die Stimmungslage vor dem Fraktionsgespräch allerdings anders. Der Grundtenor sei, dass man sich als Gemeinde den Gegebenheiten, dass sich Märkte neu aufstellen und vergrößern wollten, nicht verschließen könne. „Dass Aldi sich verändern will, wird grundsätzlich positiv gesehen“, sagt Schönenberg. „So schlecht läuft der Markt da oben nicht, sonst würde Aldi da nicht bauen wollen.“ 

Dem Bürgermeister ist bewusst, dass das Thema nun schon vor dem Gespräch zwischen Ratsfraktionen und Aldi publik geworden ist. Deswegen mahnt er an, unvoreingenommen an das Thema heranzugehen. „Man kann das nicht im Vorfeld zerreden, sondern sollte erst einmal in Ruhe das Gespräch abwarten“, sagt der Bürgermeister. „Ich denke, in dem Punkt sollte man Emotionalität hinten anstellen.“ 

Nicht-öffentliche Fraktionsrunde

Nach der nicht-öffentlichen Fraktionsrunde mit Vertretern von Aldi finde auch öffentlich eine politische Willensbildung in den zuständigen Gremien zu dem Thema statt. „Wir gucken, was vorstellbar ist, und schauen dann, dass wir entsprechendes Planungsrecht schaffen“, erklärt der Bürgermeister. Die Flächen rund um das Sondergebiet in Heedfeld seien Privatland, aber wenn Aldi Vorstellungen habe, sich dort zu verändern, habe es vermutlich schon Vorgespräche mit den Eigentümern gegeben.

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