Gemeinde diskutiert über zentrale Gottesdienste

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Bei der Gemeindeversammlung äußerten sich viele Gemeindemitglieder positiv zu zentralen Gottesdiensten, nannten aber auch Nachteile.

Schalksmühle - Breite Zustimmung, aber auch Einschränkungen und Vorbehalte: Nach dreimonatiger Erfahrung mit zentralen Gottesdiensten kam die evangelische Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück am Sonntag bei einer Gemeindeversammlung in der Erlöserkirche über gemeinsame Gottesdienste ihrer Pfarrbezirke ins Gespräch.

Von Pfarrer Dirk Pollmann zum Meinungsaustausch und Erfahrungsbericht ermuntert, meldeten sich Befürworter und Skeptiker der Zusammenlegung der Gottesdienste zu Wort. Zahlreiche positive Erfahrungen, aber auch Vorbehalte waren zu hören. Befürworter fanden es gut, Gemeinschaft mit Gläubigen aus den anderen Bezirken zu erleben. Meinungen wie: „Ich fand das sehr gut, weil wir nicht drei Kirchen sind, sondern eine. Durch die zentralen Gottesdienste konnten wir das auch erfahren“, waren zu hören.

Auch für den neu belebten Kindergottesdienst sind die zentralen Gottesdienste wichtig. „Es ist eine tolle Entwicklung, dass wir die Kinder wieder hier in der Mitte haben.“ Familien mit kleinen Kindern seien wieder häufiger im Gottesdienst zu sehen.

Andere wünschten sich neben dem Neuen auch das Gewohnte, Vertraute zurück. „Es ist wunderschön, wenn man etwas Neues hat, aber es ist auch gut, wenn man ab und zu wieder das Normale hat“, so eine Gegenstimme. „Als alter Mensch hat man sich an das Alte gewöhnt und möchte es ab und zu zurückhaben dürfen.“

Auch der Wunsch, die zentralen Gottesdienste, bislang schwerpunktmäßig in der Erlöserkirche abgehalten, auf alle drei Kirchen – die Erlöserkirche, die Kreuzkirche Am Mathagen und die Christuskirche in Dahlerbrück – zu verteilen, wurde laut. „Man ist geneigt, zu der Kirche zu gehen, in deren Nähe man wohnt.“ Zahlen zum Besuch der zentralen Gottesdienste hielt Presbyter Martin Eilbrecht parat: Von den 21 Gottesdiensten im vergangenen Vierteljahr hätten fünf in der Kreuzkirche mit durchschnittlich 79 Besuchern, zwölf in der Erlöserkirche mit durchschnittlich 86 Besuchern und vier in der Christuskirche mit durchschnittlich 54 Besuchern stattgefunden.

Einschränkend gaben Gemeindemitglieder zu bedenken, dass von allen drei Kirchen die Erlöserkirche am einfachsten zu erreichen ist – auch für die, die kein Auto haben. Bei den anderen Kirchen sieht das sonntags zur Gottesdienstzeit anders aus.

Abschließend meldete sich Presbyterin Manuela Koch zu Wort. „Unser Hauptanliegen ist: Wir möchten gern zusammen Gottesdienst feiern“, erklärte sie. „Es ist viel schöner, wenn wir alle zusammen sind.“ Im Mai kommt das Presbyterium zu seiner nächsten Sitzung zusammen, um sich weiter mit dem Thema zentrale Gottesdienste auseinanderzusetzen. - Von Monika Salzmann

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