„Gemeinde braucht offene Prozesse“

+
Auch in den kommenden sechs Jahren möchte die FDP Impulsgeber für moderne Projekte sein, wie Dietmar Dassler, Jan Schriever und der unabhängige Bürgermeister Jörg Schönenberg (von links) im Gespräch mit unserer Zeitung erklärten.

Schalksmühle - Natürlich sei Rückenwind angenehmer als Gegenwind. Da hätten sie es bei der vergangenen Kommunalwahl sicher leichter gehabt. „Aber gerade in Schalksmühle ist erkennbar, dass die Bürger zwischen Bundes- und Kommunalpolitik trennen können“, sagt Jan Schriever, Vorsitzender der FDP Schalksmühle.

Im Gespräch mit Parteikollege Dietmar Dassler und dem unabhängigen Bürgermeister Jörg Schönenberg, den die FDP bei seiner erneuten Kandidatur unterstützt, erklärt Schriever, warum Politik in der Gemeinde künftig anders laufen muss.

Auf kommunaler Ebene habe die FDP in den vergangenen Jahren einen guten Job gemacht. „Daher hoffe ich, dass die Schalksmühler uns auch weiter arbeiten lassen“, sagt Schriever. Gute Jobs seien zum Beispiel die Umsetzung der neuen Primus-Schule gewesen, das Einbringen in die Regionale-Prozesse oder auch zuletzt das Winterfest auf dem Schnurrenplatz. Alles Aktionen, bei denen sich die FDP maßgeblich eingebracht habe. Erklärtes Ziel sei immer, Projekte innerhalb der Gemeinde für die Gemeinde nach vorne zu bringen. „Was die Zukunfts-Projekte angeht, bin ich froh, die FDP mit im Boot zu haben“, bestätigt Jörg Schönenberg. Und nun sollen die Projekte, die die FDP mit ins Leben gerufen hat, auch mit Leben gefüllt werden.

„Was durch die Regionale erreicht wird, ist kein Selbstläufer“, sagt Dassler. Ein schöner Ortskern allein werde es nicht bringen. Beispiele für Impulse könnten Veranstaltungen auf dem neu gestalteten Rathausplatz sein, ergänzt Schriever. Gerade bei solchen Umsetzungen forciere die FDP die gesunde Mischung aus der Beteiligung der Bürger, professioneller Expertise und der Unterstützung durch die Verwaltung. „Wenn man als Impulsgeber den Anstoß gibt, findet man schnell Gleichgesinnte, die gerne mitziehen bei solchen Aktionen“, erklärt Dassler. Die Regionale sei nur ein Baustein von vielen, die zusammengeführt werden müssten, ergänzt Bürgermeister Schönenberg. „Und das Wichtigste sind die Menschen, die wir mitnehmen wollen und die sich ehrenamtlich einbringen.“

Die Erfahrung habe gezeigt, dass es nichts nützt, Ideen überzustülpen, sondern sie innerhalb eines offenen Prozesses zu entwickeln. So stellt sich Jan Schriever auch die künftige Erarbeitung eines Leitbildes für die Gemeinde vor. „Die Primus-Schule war der Anfang für eine neue Kultur in Schalksmühle“, glaubt Jörg Schönenberg. Dieser Prozesse habe der Gemeinde neues Selbstbewusstsein eingehaucht und eine positive Stimmung verbreitet. „Das hat den Bürgern gezeigt, dass wenn sie sich einbringen, sie auch was erreichen können.“

Auch bei den Planungen rund um den neuen Kunstrasenplatz hatte sich die FDP eine Bürgerbeteiliung gewünscht, wofür es letztlich keine Mehrheit gab. Der Wunsch nach einem neuen Platz sei aber immer da gewesen. „Uns ging es um den Standort, nicht darum, ob wir überhaupt einen brauchen“, erklärt Dassler.

Bürgerentscheide seien aber nicht zwingend das Ziel, betont Schriever. „Ich bin der Überzeugung, dass die klassische Ausschussarbeit nicht der richtige Weg ist, kreative Vorschläge entstehen zu lassen. Wir sollten uns nicht in ellenlangen Grundsatzdiskussionen zerreiben, sondern eine Basis schaffen, auf der Dinge umgesetzt werden können.“ Alles was in der Vergangenheit mit offenen Prozessen umgesetzt worden sei, sei auch erfolgreich gewesen. „In den nächsten sechs Jahre muss weiter umgedacht werden. Da gehören auch Bürger mit rein, und dann ist der Rückhalt von politischen Entscheidungen auch um ein Vielfaches größer.“

Von Alisa Kannapin

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare