Schalksmühler Haushalt 2021

Rat beschließt vorsichtigen und soliden Haushalt

Gemeinderat Schalksmühle, Haushalt 2021
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Die Gemeinderatssitzung am Montag fand erneut unter erheblichen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie statt. Auch die Redezeiten der Fraktionsvorsitzenden zum Haushalt 2021 wurden verkürzt.

Der Haushalt für das Jahr 2021 steht. Am Montag stimmten alle Fraktionen im Schalksmühler Gemeinderat dem Entwurf der Haushaltssatzung zu. Trotz einzelner Kritikpunkte stellten sich alle Fraktionen hinter die Planung von Kämmerer Reinhard Voss und der Gemeindeverwaltung. Unter dem Strich sei die Gemeinde aus dem Corona-Jahr 2020 gut davongekommen, so die einhellige Meinung aus der Politik.

Nach der ausführlichen Beratung des Entwurfs in den jeweiligen Fachausschüssen und unter der Berücksichtigung der dort beschlossenen Veränderungen stellt das Zahlwerk einen soliden, aber vorsichtigen Haushalt dar. Der Gesamtergebnisplan weist einen Gesamtbetrag bei den Erträgen von 33 285 357 Euro auf. Auf der Aufwendungsseite stehen 34 708 025 Euro. Das Defizit liegt damit in 2021 bei 1 422 668 Euro und ist im Vergleich zu 2020 höher. Damals betrug das Minus noch 933 172 Euro.

Der Entwurf geht in 2021 von Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von zwölf Millionen Euro aus. In 2020 waren es 13 525 000 Euro gewesen. Die heimische Politik sieht angesichts der wirtschaftlichen Lage noch Luft nach oben. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer wird mit 6,1 Millionen Euro beziffert (2020: 6,63 Millionen Euro). Ausgeben muss die Gemeinde bei den Transferaufwendungen für den Rundverband im Vergleich zum Vorjahr etwas mehr, 2 503 000 statt 2 475 000 Euro. Die Allgemeine Kreisumlage liegt bei 39 Prozent, die Differenzierte Umlage bei 21,62 Prozent.

Gemeinde investiert 1,3 Millionen Euro

Der Gesamtbetrag der Einzahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit wird im Haushalt 2021 auf 31 711 393 Euro (2020: 33 013 201 Euro) festgesetzt. Die Ausgaben belaufen sich auf 34 970 354 Euro (2020: 33 762 723 Euro). Die Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit liegen bei 2,65 Millionen Euro, die Auszahlungen auf 3 670 400 Euro. Im 2020 waren es 1 731 000 Euro und 5 284 500 Euro. Die Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeiten werden mit 1,3 Millionen Euro (2020: drei Millionen Euro), die Auszahlungen mit 1,53 Millionen Euro ausgewiesen, im zurückliegenden Jahr 352 000 Euro.

Der Blick auf die Investitionssumme bescheinigt der Verwaltung einen zurückhaltenden Ansatz angesichts der Pandemie. Insgesamt sind „nur“ 1,3 Millionen Euro eingeplant. In 2020 rechnete man fast doppelt so viel Geld ein. Zur Liquiditätssicherung wurde der Höchstbetrag der Kredite auf zehn Millionen Euro festgelegt.

Keine Steuererhöhung in 2021

Die Verpflichtungsermächtigungen zur Leistung von Investitionsauszahlungen belaufen sich auf 600 000 Euro (2020: 1 510 000 Euro).

Wie von der Schalksmühler Politik gefordert, wird es keine Steuererhöhung geben. Der Satz für die Grundsteuer A beträgt weiterhin 240 Prozent, für die Grundsteuer B werden weiter 455 Prozent angerechnet, die Gewerbesteuer bleibt unverändert bei 437 Prozent.

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