„Gehilfen der Freude“

Pfarrerin Doris Korte begrüßte Präses Alfred Buß.

SCHALKSMÜHLE ▪ Präses Alfred Buß forderte die Gemeinde auf, „einander Gehilfen der Freude“ zu werden. In seiner engagierten Predigt zur Adventsmusik, die von der Hülscheider in die evangelische Pfarrkirche Heedfeld verlegt worden war, blickte er auf 700 Jahre Kirchengemeinde zurück. Das seien, so rechnete er vor, immerhin rund 25 Generationen: „ein Lob Gottes ohne Ende“. Von Michael Koll

Doch, so mahnte der aus Bielefeld Angereiste: „Die Leichtigkeit des Glaubens kann schnell verduften.“ Als Beleg dafür zitierte er aus einer Zeitungsmeldung, die er gelesen habe. So habe der Fußballbundesligist VfB Stuttgart seine Weihnachtsfeier abgesagt, denn angesichts des Tabellenstandes gebe es nichts zu feiern.

„Sorgen kriechen durchs Schlüsselloch“, wusste Buß: Sorgen über die Welt, die Kinder und die Zukunft. „Wir ziehen sie an, wie das Licht die Motten.“ Dabei sei der Herr doch näher als das Hemd auf der Haut oder das Geld in der Tasche. „So wird aus dem Stein, der schwer im Magen liegt, ein schönes Kribbeln im Bauch“, erklärte der dreifache Vater und dreifache Opa.

Neben dem Jubiläum zum 700-jährigen Gemeindebestehen gab es gestern auch das 50-Jährige der Adventsmusik zu feiern. Der Kirchenchor unter der Leitung von Doris Petrick und der Musizierkreis, den Volkmar Korte leitete, gestalteten das zweistündige Konzert mit spiritueller Musik und Gesängen.

Pfarrerin Doris Korte freute sich, dass die Gläubigen – trotz der weißen Pracht auf allen Wegen – so zahlreich in das gut gefüllte Gotteshaus gefunden hatten. Der gebürtige Ostfriese Buß erzählte noch, er habe eigentlich nie Präses werden wollen. Im Anschluss gab es ein Kaffeetrinken im Gemeindehaus.

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