Zwischen Lüdenscheid und Hagen

B54: Felssicherungsarbeiten an elf gefährlichen Stellen 

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Ab Frühjahr 2015 führt Straßen.NRW Felssicherungsmaßnahmen entlang der Volmestraße durch – unter anderem auch in Höhe der Gaststätte „Zur Kuhle“, am Flaßkamp, in Dahlerbrück und in Pulvermühle.

Schalksmühle - Ab dem Frühjahr 2015 lässt Straßen.NRW an elf Abschnitten entlang der B 54 zwischen Lüdenscheid und Hagen Felssicherungsarbeiten durchführen. Dabei kann es zu Behinderungen des Verkehrs kommen. Nötig sind die Arbeiten, weil „dort teilweise ein Gefährdungspotenzial“ in Bezug auf herabfallende Felsbrocken besteht.

Von Alisa Kannapin

Das teilte Michael Overmeyer, Pressesprecher von Straßen.NRW, am Mittwoch mit.

Nach gesicherten Informationen unserer Zeitung kam bereits Ende April kurz vor Strücken ein Fahrzeug auf der Bundesstraße durch einen herabfallenden Felsbrocken zu Schaden. Das Felsstück, das nach Aussage der geschädigten Fahrerin – die namentlich nicht genannt werden möchte – einen Durchmesser von rund 20 Zentimetern hatte, schlug an der Beifahrer-Seite unterhalb des Fensters ein.

Gut zu wissen

In folgenden Gebieten lässt Straßen.NRW ab dem kommenden Frühjahr entlang der B 54 zwischen Lüdenscheid und Hagen Arbeiten zur Sicherung der Felshänge durchführen:

- Linneper Mühle (240 Meter)

- Arenritt (370 Meter)

- Bei Kuhle (160 Meter)

- Flaßkamp (120 Meter)

- Dahlerbrück (290 Meter)

- Pulvermühle (410 Meter)

- Krumme Wiese (100 Meter)

- Priorei (100 Meter)

- Bei Dahl (340 Meter)

- Finking (100 Meter)

- Bei Ambrock (625 Meter)

Der entstandene Sachschaden lag im vierstelligen Bereich, Straßen.NRW habe sich nach monatelangem Hin und Her an den Kosten der Reparatur beteiligt. „Seit dem Unfall versuche ich, die Volmestraße zu vermeiden beziehungsweise bin froh, wenn ich an der Stelle, wo der Brocken einschlug, vorbei bin“, sagte die Geschädigte am Mittwoch.

Dass Pkw durch Felseinschläge beschädigt wurden, ist Overmeyer nach eigener Aussage nicht bekannt. „Die Maßnahmen sind schon länger geplant und die Felshänge werden regelmäßig von Fachkräften begutachtet“, erklärte er.

Auf Schalksmühler Gebiet werden Flächen in Höhe der Gaststätte „Zur Kuhle“, am Flaßkamp, in Dahlerbrück und Pulvermühle bearbeitet. Wie lange die Maßnahmen insgesamt dauern werden, kann Michael Overmeyer nicht sagen. Bereits bei den Arbeiten im Hönnetal, wo es mehrere Felsabgänge gab, habe Straßen.NRW festgestellt, dass sich Felssicherungen zeitlich schlecht einschätzen lassen. „Wenn die Flächen abgeräumt werden, kann der Untergrund ganz anders aussehen als gedacht. Das führt dann zu Verzögerungen.“

Um die Arbeiten durchzuführen, muss die B 54 in den jeweiligen Abschnitten halbseitig gesperrt und eine Ampelanlage aufgestellt werden. „Auch eine kurzzeitige Vollsperrung ist nicht auszuschließen, wenn Bäume nicht gefahrlos beseitigt werden können. Diese Sperrungen dauern aber maximal zehn Minuten“, sagte Overmeyer.

Zeitlich eng gesteckt und damit problematisch seien die Freischneidearbeiten auf einer Fläche von insgesamt 20 000 Quadratmetern, die Straßen.NRW aus Umweltschutzgründen nur bis Ende Februar durchführen lassen kann.

Hochfeste Drähte sollen Felsen sichern

Die Kennzahlen der Maßnahme können sich auch sonst sehen lassen: Auf rund 5500 Quadratmetern lässt Straßen.NRW die Felshänge beräumen – das bedeutet, dass loses Gestein und einzelne Brocken herausgenommen werden.

Darüber hinaus werden in einzelnen Abschnitten Fangzäune sowie bis zu drei Meter hohe Steinschlagschutzzäune installiert und hochfeste Drahtgeflechte auf 2000 Quadratmetern auf die Felsen genagelt.

Die Ausschreibung der Arbeiten sei erst kürzlich erfolgt und die Aufträge würden im Januar vergeben. Overmeyer: „Über den genauen Beginn der Arbeiten und Behinderungen des Verkehrs werden wir rechtzeitig über die Presse informieren.“

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