Gedenken am Volkstrauertag

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An der Kirche Heedfeld nahmen Bürger und Vereine an der Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages teil.

SCHALKSMÜHLE -  Am Sonntag gedachten zahlreiche Bürger und Verein anlässlich des Volkstrauertages den Opfern der Weltkriege. Während in der Kapelle auf dem Friedhof Wippekühle eine Andacht abgehalten wurde, hielt Pfarrerin Doris Korte in der Kirche Heedfeld eine Ansprache.

Doris Korte erinnerte bei der Gedenkveranstaltung mit dem Totengedenken von Bundespräsident Joachim Gauck an die Opfer von Kriegen, aber auch von Terrorismus, Rassismus und religiösem Hass. Die evangelische Kirchengemeinde hatte den Volkstrauertag mit dem Friedensgottesdienst verknüpft. Vereine des Höhengebietes sowie die Löschgruppen Hülscheid und Winkeln der Freiwilligen Feuerwehr und Hülscheider Schützen nahmen an der Kranzniederlegung teilgenommen.

In der Kapelle auf dem Friedhof Wippekühl führten die Pastoren Dirk Pollmann, Torsten Beckmann und Martin Schwarz die Andacht gemeinsam durch. In seiner Andacht ging Martin Schwarz näher auf das Gebot „Du sollst nicht töten“ ein. Er verglich dieses Gebot mit einer Zwiebel, die aus mehreren Schalen besteht.

Die äußere Hülle stehe für „Du sollst nicht morden“. Schwarz erklärte, dass es einen Unterschied zwischen den Begriffen Morden und Töten gebe. Er nannte als Beispiel das Thema Abtreibung, bei dem es noch heute heftige Diskussionen gebe. Morde würden seiner Meinung nach auch geschehen, weil der Mensch die Fähigkeit habe, Dinge zu verdrängen. So ließe sich auch ausblenden, dass ein ein paar Woche alter Zellklumpen im Unterleib einer Frau eben auch ein Mensch sei.

Die zweite Schale des Gebots sei die Aussage „Du sollst nicht töten“, gefolgt von „Du sollst nicht verletzten“. Des Weiteren gehöre zu dem Gebot auch das virtuelle Töten. Hierbei verliere der Mensch die natürlich Hemmung, einem anderen Menschen etwas anzutun. Das sei vergleichbar mit dem Drill, mit dem Soldaten zu absolutem Gehorsam und gleichzeitig zum Töten ausgebildet werden. Die letzte Schale laute „Du sollst nicht beleidigen“. Denn verbale Verletzungen seien auch schwer zu heilen. Letztlich gehe es bei diesem Gebot darum, anderen Menschen in keiner Weise etwas zuleide zu tun.

Die Andacht wurde von Marlies Plaßmann, dem Projektchor und Schülern der Musikschule Volmetal musikalisch begleitet. Nach der Andacht liefen die Besucher gemeinsam zum Ehrenmal, wo der Kranz niedergelegt wurde. - aka/mon

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