Start in der Pandemie

Gastronomie an Talsperre im MK: „Mehr richtig als falsch gemacht“

Gastronomie, Glörtalsperre, Jochen Bernsdorf
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Jochen Bernsdorf fühlt sich und sein Team durch den Zuspruch der Gäste bestätigt. Er sieht viel Potenzial im Haus Glörtal. 

„Dass es viel, viel Arbeit ist, habe ich gewusst.“ Jochen Bernsdorf hat ein Lächeln im Gesicht, wenn er erzählt, wie anstrengend es an manchen Tagen ist, die vielen Gäste im Haus Glörtal zu bewirten. Denn dass er nach gut einem Jahr als Pächter eine positive Bilanz ziehen kann, ist gerade in diesen Zeiten nicht selbstverständlich. Im vergangenen Jahr erst hat er die Verträge unterschrieben, mitten in der Pandemie. Im August hat er eröffnet, und im Herbst kam der nächste Lockdown.

Schalksmühle - „Im ersten Jahr hatten wir gerade einmal sechs Monate geöffnet“, sagt Bernsdorf, für den die Gastronomie ein neues Betätigungsfeld ist. Sein Berufsleben begann in der offenen Jugendarbeit, erzählt er, später wechselte er in den kaufmännischen Bereich und schließlich arbeitete er als Coach. Er mag es, sich immer neuen Themen autodidaktisch zu erschließen. Wichtig ist es ihm, Menschen zusammenzubringen, die als Team gut funktionieren. So handhabt er es auch im Haus Glörtal.

Anstrengend, aber schön

Bislang gibt ihm der Erfolg nach eigenen Angaben recht: „Es ist unglaublich anstrengend, aber total schön, wenn man an den Tischen Zeit hat, sich mit den Gästen zu unterhalten.“, sagt Bernsdorf. Das Feedback der Gäste gebe er auch gerne an sein Team weiter. „Der Zuspruch, den wir haben, ist klasse“, freut er sich. Obwohl im ersten Jahr nur rund die Hälfte der Zeit geöffnet war, habe das Haus schon viele Stammgäste gewonnen. „Das heißt, „dass wir mehr richtig als falsch machen.“ Die meisten Gäste kommen aus Schalksmühle und dem Volmetal sowie aus Lüdenscheid und auf der Breckerfelder Seite reicht das Einzugsgebiet bis nach Schwelm.

Händeringend Personal gesucht

Nach und nach will Bernsdorf das Angebot erweitern – aber dafür sucht er „mehr als händeringend“ Personal, sowohl Vollzeit-Fachkräfte als auch Aushilfen. Zum Beispiel würde er das Haus nicht erst zum Mittag öffnen, sondern schon vormittags, mit einem Frühstücksangebot, „aber kein Büfett.“ Aber noch mehr Arbeit könne er seinem Team nicht zumuten, „Die geben alle 150 Prozent“, sagt er. Deshalb plant Bernsdorf, nach dem Weihnachtsgeschäft die erste Woche im Januar Betriebsferien zu machen. Auch Neujahr und Silvester bleibt das Haus geschlossen. Für ihn auch eine Wertschätzung für das Personal: Die Mitarbeiter sollen mit der Familie feiern können.

Events in Planung

Auch Events will Bernsdorf anbieten, um hin und wieder etwas Besonderes zu bieten. Am 26. September zum Beispiel, gibt es am Sonntagvormittag einen Frühschoppen mit Musik vom Duo Breddermann. Ein Whiskey-Tasting plant er für den Herbst. Im nächsten Jahr soll zudem die Terrasse überdacht werden, um dort wetterunabhängig mehr Möglichkeiten zu haben. Solange das Wetter es zulässt, kann sich Bernsdorf auch vorstellen, den Biergarten länger in den Herbst hinein zu öffnen. Die Saison im Biker-Treff wird voraussichtlich Ende Oktober enden. Dieses Gesamtpaket mit verschiedenen Angeboten für jeden Geschmack und jede Gelegenheit sei das Erfolgsrezept – und natürlich die Kulisse an der Glör: „Ich habe den schönsten Arbeitsplatz der Welt, zwar keine Strand und keine Palmen, aber nahe dran.“

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