Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile

+
31 Bilder von Dörte Klück, Edith Cramer, Sigrid Steinwasser, Werner Böcker, Ingrid Quade, Sigrid Menzel, Benno Schmolke, Heinz Reimann, Ute Leisenheimer, Le Quan Chuong, Friedegard Schulte-Noelle, Anke Ortmeyer-Stutzke und Charlotte Maurer sind in der Ausstellung zu sehen. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Künstler sind in der Regel Individualisten, die allein in ihrem Atelier an ihrem Stil feilen und höchstens dann einer Gruppe Gleichgesinnter beitreten, wenn sie einen Erfahrungsaustausch suchen oder sich technisch weiterentwickeln möchten.

Bei der Hagener Künstlergruppe „Sepia 14 – Team Art“, die seit Donnerstag eine Auswahl ihrer Bilder im unteren und oberen Foyer des Schalksmühler Rathauses zeigt, ist das anders.

„Unsere Werke gestalten wir alle gemeinsam, das heißt, sämtliche Künstler unserer Gemeinschaft leisten einen Beitrag zu jedem Bild“, erklärt Maler Benno Schmolke. Doch wie kann eine solche Gemeinschaftsarbeit effektiv und mit guten Ergebnissen funktionieren? An der Lösung dieser Aufgabe arbeiten die Künstler von „Sepia 14“ intensiv seit der Gründung der Gemeinschaft im Jahr 1987 und haben seither mehrere Techniken entwickelt, deren interessante und hochwertige Ergebnisse für sich sprechen.

Bei einer speziellen Arbeitstechnik, die sich bei einem großen Teil der Exponate durchgesetzt hat, wird eine Leinwand in mehrere Teile zerschnitten, von denen jeder Künstler eines mit nach Hause nimmt und im Rahmen von zuvor in der Gruppe ausgehandelten Vorgaben mit Ölfarben und hin und wieder auch Collageelementen gestalten kann. „Dabei werden in der Regel bis zu vier Farben vorgegeben, die Verwendung finden dürfen, damit am Ende ein einheitlicher Eindruck entsteht“, erklärt Benno Schmolke. Innerhalb des ausgehandelten Konzeptes können alle Beteiligten dann individuelle Akzente setzen.

Für das Bild „Endlose Verstrickungen“ wurde zudem ein Tau oder ein Seil über die gesamte Leinwand gezeichnet, dessen Teile dann natürlich von den Künstlern in jedem einzelnen Bildfragment individuell ausgearbeitet werden konnten, aber dennoch ein verbindendes Element, einen „Roten Faden“ im zusammengefügten Gesamtkunstwerk darstellen. Bei anderen Bildern zerschnitten die Sepia-14-Künstler die Leinwand nicht, sondern unterteilten sie einfach nur in einzelne Segmente, wobei jeder Maler sein Segment individuell gestaltete.

In der Ausstellung sind 31 Bilder zu sehen, an denen diese Künstler beteiligt waren: Dörte Klück, Edith Cramer, Sigrid Steinwasser, Werner Böcker, Ingrid Quade, Sigrid Menzel, Benno Schmolke, Heinz Reimann, Ute Leisenheimer, Le Quan Chuong, Friedegard Schulte-Noelle, Anke Ortmeyer-Stutzke und Charlotte Maurer.

Der stellvertretende Bürgermeister Ulrich Paffenbach würdigte die Künstlergruppe „Sepia 14“, die erstmals im Schalksmühler Rathaus zu Gast war, als eine Gemeinschaft, die eine Nische innerhalb der Kunstwelt entdeckt habe. „Die Ergebnisse der Werke sind stets überraschend und versetzen nicht selten auch die Künstler selbst in Erstaunen“, so Paffenbach.

Auch für eine stilvolle musikalische Untermalung der Vernissage war bestens gesorgt. Jan Philipp Schulze-Ardey gab am Piano ein „Allegro di Molto“ von Carl Philipp Emanuel Bach sowie eine Polka von Schostakovitsch zum Besten, und Victoria Büsch interpretierte – ebenfalls am Klavier – unter anderem den Song „Don’t tell me that it’s over“ von Amy McDonald.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 25. Mai zu den gewohnten Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen. Alle Exponate sind verkäuflich. Interessenten können sich direkt an Friedegard Schulte-Noelle, Tel. 0 23 34/58 00 16, wenden. ▪ bot

http://www.sepia14.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare