Pläne für die Kreuzkirche

Für alle offen und unkompliziert: Der Dritte Ort

Dritter Ort, Anja Wolf, Bernd Müller
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Sie informierte über dem neuesten Stand der Entwicklung des Dritter-Ort-Projekts Kreuzkirche: Anja Wolf. Im Bild mit Bernd Müller (UWG).

Der Dritte Ort, der derzeit in Schalksmühle entsteht, soll für alle offen, unkompliziert und leicht zu erreichen sein. So sehen die Pläne aus.

Schalksmühle – Mit einem Film zur Einstimmung und einer reich bebilderten Präsentation brachte Anja Wolf, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Sport, den Ausschuss für Kultur und Sport bei seiner Sitzung im Ratssaal auf den neuesten Stand der Entwicklung des Dritte-Orte-Projekts Kreuzkirche.

Sie hoffe, dass die Kreuzkirche ein Ort werden könne, der dem vom amerikanischen Soziologen und Hobbykneipier Ray Oldenburg, über den im Film die Rede war, definierten Dritten Ort entspricht: für alle offen, gut zu erreichen, gemütlich und unkompliziert. Neben allgemeinen Informationen gab sie den Ausschussmitgliedern, die unter Vorsitz von Bernd Müller tagten, Informationen über den Bau, das Programm und vieles mehr an die Hand.

25 Projektakteure

Zuletzt hatte sie den Ausschuss im Januar dieses Jahres über das Projekt informiert. Bis Ende 2023 werde die Projeagt GmbH den Prozess begleiten, erläuterte Anja Wolf. Zusammengefunden hätten mittlerweile 25 Projektakteure, das sogenannte Plenum, das bislang überwiegend online gearbeitet habe. Fünf Arbeitsgruppen (Steuerungsgruppe, Bau, Programm, Gastro und Öffentlichkeitsarbeit) seien entstanden. Der wirtschaftliche Übergang sei zum 1. Juni vollzogen worden.

Mittlerweile sei die Kirche ein großer, leerer Raum, in dem etwas Neues entstehen könne. Das Pfarrhaus bleibe in den Planungen erst einmal außen vor. „Wir konzentrieren uns auf das Kirchenschiff und die Gemeinderäume.“ Die Arbeitsgruppe Bau und Ausstattung habe eine Vorauswahl von Architekturbüros getroffen. Letztendlich ausgewählt worden sei das Büro Kroos + Schemper aus Dortmund. „Die Referenzen haben uns besonders zugesagt.“ Das Büro werde bei der nächsten Plenumssitzung am 1. Juli anwesend sein.

Ein neuer Name ist im Gespräch

Auch auf die Fenster-Galerie als erstes kleines Programm und die Idee, selbstgedrehte Kulturclips zur Überbrückung der Umbauphase darzubieten und in die im Aufbau befindliche Website einzubinden, ging die Fachbereichsleiterin ein. Für den Dritten Ort solle das Wort Kreuzkirche nicht mehr verwendet werden. Als prägendes Element für den künftigen Namen seien die acht Giebel der früheren Kirche ins Auge gefallen. Texte und Bildmaterial für die Website würden die Arbeitsgruppen liefern.

Abschließend kam Anja Wolf auf die Mitmach-Aktion „Gesichter & Statements“ und die Stellenausschreibung der Gemeinde, die für die weitere Projektentwicklung des neuen Kulturortes Kreuzkirche eine Teilzeitstelle besetzen möchte, zu sprechen. Bis 28. Juni laufe die Bewerbungsfrist. Am Begriff „8 Giebel“ stieß sich Ausschussmitglied Uwe Lal (UWG). „Ich bin damit nicht glücklich“, meinte er. Bernd Müller (UWG) regte an, vom „8 Giebel Kulturzentrum“ zu sprechen. Kathrin Seggedi (SPD) sprach sich gegen den Zusatz aus. „Wenn es schon eine Fenstergalerie an der Kreuzkirche gibt, dann muss auch das Vorfeld attraktiver gestaltet werden“, führte Bernd Müller aus. Die Idee: vier Blumenkübel zu platzieren und die politischen Gruppierungen zu bitten, eine Patenschaft zu übernehmen. An die Ausschussmitglieder erging die Bitte, diese Idee in die Fraktionen hineinzutragen.

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