„In fünf Jahren findet man hier eine ganz andere Welt“

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Zahlreiche Mitglieder der CDU und der Senioren-Union informierten sich am Donnerstagabend über die Regionale-Pläne. Mitarbeiter des Planungsbüros ASS erklärten die Vorhaben. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Einen großen Kreis an interessierten Zuhörern fand Stadtplaner Hans-Joachim Hamerla in den Räumen der Firma Rutenbeck am Donnerstagabend. Geladen hatte der CDU-Gemeindeverband, dabei waren auch etliche Mitglieder der Senioren-Union.

Eingangs gab Partei-Vorsitzender Jörg Weber zu, dass er sich bisher nicht umfassend über den Stand der Planungen zur Regionale 2013 und die angedachten Veränderungen im Ortskern Schalksmühle informiert hat. Hamerla, der mit Kollegin Jutta Gruss-Rinck für Schalksmühle arbeitet, zeigte einführend die Zielrichtung der Regionale für Südwestfalen auf; welche Chancen darin stecken, sowie langfristige Strukturverbesserungen mit finanzieller Unterstützung des Landes. Er betonte, wie viel Engagement seinerseits und durch die Gemeinden und Städte bereits in den fünf südwestfälischen Kreisen in die Regionale geflossen ist. Dabei gehe es um Kleinarbeit im großen Stil und nicht um Visionen, betonte er. „In fünf Jahren findet man hier eine ganz andere Welt“, so seine Prognose. Der Berg unter der Kaufparkzufahrt soll zugunsten eines Verkaufs-Pavillons weichen, um die „Altstadt“ sprich Mühlenstraße mit dem Rathausplatz attraktiv für Besucher zu verbinden. Am Bahnhof könnten unternehmerische Fahrradfans einen Laden aufmachen, mit Reparatur und Leihservice. Daneben ein Biker-Treff oder Cafe. Dazu informierte er über die neueste Entwicklung. Das zweite, ungenutzte Bahn-Gleis könne als Radweg nutzbar gemacht werden, so die Zusagen der Betreiber. Sondermittel für den Bahnhofsausbau bezifferte er mit acht Millionen.

Er zeigte Pläne mit einem Wasserkanal auf dem Rathausplatz, abdeckbar, um die Volme einzubinden und mit attraktiven Sitzgelegenheiten und mobilen Bühnen und sprach von Open-Air-Kinovorstellungen an der Rathauswand.

Weiterhin wünscht er sich Restaurantbesitzer, die ihre Gastronomie auf den Platz ausdehnen. Das geplante Struktur- und Nutzungskonzept funktioniere allerdings nur, wenn alle mitziehen. Dem stimmte auch Bürgermeister Jörg Schönenberg entschieden zu. Am Beispiel Altena führte Hammerla aus, in zehn Jahren hat sich dort die Situation komplett umgedreht. Leerstände seien Vergangenheit, die Interessenten wetteiferten um die Belegung der Immobilien. Nur gemeinsam sei es sinnvoll, Vorhaben wie zum Beispiel die Verbesserung der Mobilität – gemeint ist die Aufwertung des Schienenverkehrs und der Bahnhofsumfelder – in Angriff zu nehmen.

Plädoyer für

schönere Fassaden

Als weitere Vorhaben nannte Hamerla den Volmepark und die „Altstadt“ um die Mühlenstraße. Schönenberg regte die ernsthafte Überlegung an, den verschlammten und vermüllten Teich in der Volme gegen attraktiv gestaltete Flächen umzuwandeln. Gruss-Rinck hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für die Verschönerung der Fassaden und so des Stadtbildes. Hammerlas Besuch im zuständigen Ministerium vor zwei Wochen habe bestätigt, dass Mitte des Jahres der Förderbescheid vorläge. Doch abschließend betonte er noch einmal: Es geht nur mit allen zusammen. ▪ jori

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