Friedhofsgebühren für Wippekühl werden erhöht

SCHALKSMÜHLE  - Teurer Tod: Sämtliche Friedhofsgebühren am Wippekühl werden um zehn Prozent angehoben. Für diejenigen, die vorzeitig ein Grab „zurückgeben“, werden die Kosten für die Pflege der Grabstellen deutlich teurer.

Immer weniger Angehörige von Verstorbenen sind bereit, Gräber über einen Zeitraum von 25 beziehungsweise 30 Jahren zu pflegen. Daher verzichten sie vorzeitig auf die Grabstätte. Da die Friedhofsverwaltung die Flächen aber wegen der gesetzlichen Ruhefrist nicht direkt nutzen kann, fallen Pflege- und Unterhaltungskosten an. „Durch die vermehrte Nachfrage steigen diese immer mehr“, erklärte Christiane Dix von der Gemeinde. Durch den erhöhten Pflegeaufwand beschloss der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und Umwelt nun, die Gebühr von 21 Euro pro Jahr und Stelle auf 25 Euro anzuheben.

Die allgemeine Kostenerhöhung sei aufgrund geringerer Gebühreneinnahmen, tariflicher Erhöhung bei den Personalkosten sowie eines geringeren Zuschusses der Bundesagentur für Arbeit für einen Mitarbeiter auf dem Friedhof Wippekühl unumgänglich.

Dietmar Daßler (FDP) wollte in dem Fachausschuss wissen, welche Arbeiten am Friedhof aus den Gebühren bestritten, und welche aus dem allgemeinen Haushalt gedeckt werden. „Gerade im alten Teil des Friedhofes sind die Wege unter aller Kanone. Da muss was gemacht werden“, sagte Daßler. Christiane Dix antwortete, dass die Wege aus den allgemeinen Mitteln hergerichtet werden. „Es gibt auf dem Friedhof viel zu tun. Aber die Mitarbeiter schaffen das auch alles nicht. Außerdem stehen für die Wege derzeit die Mittel nicht zur Verfügung.“ Oft könne nur ausgebessert werden. In diesem Jahr müssten die noch zur Verfügung stehenden Mittel für den Baumschnitt ausgegeben werden. Für das Haushaltsjahr 2014 ist die Erneuerung von zwei Wegestücken auf dem neuen Teil des Friedhofes geplant, sagte Dix. Bürgermeister Jörg Schönenberg räumte ein: „Dietmar, ich gebe dir Recht. Am Friedhof gibt es viel zu tun.“

Brigitte Schmidt (UWG) schlug vor, einen Arbeitskreis „Friedhof“ zu gründen. „Wir müssen den Friedhof attraktiv machen.“ Außerdem müsste ein Flächenmanagement stattfinden. Einige Teile des Friedhofes könnten eventuell stillgelegt werden.

Christiane Dix erklärte, dass bereits versucht werde, die Fläche des Friedhofes möglichst kompakt zu halten. „Neue Grabstellen verkaufen wir am liebsten direkt an der Kapelle. Allerdings haben Familien oft mehrere Grabstellen und Verstorbene werden dann auch dort begraben.“ Daher könnten nicht einfach Teile stillgelegt werden.

Schmidt will dennoch eine Bestandsaufnahme machen und dann „die Bürger mit ins Boot holen“. Außerdem sollte in dem Arbeitskreis auch die Kirchengemeinde Dahlerbrück mit einbezogen werden. Da Überlegungen anstehen, den Friedhof Dahlerbrück zu schließen.

Von Matthias Clever

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