Friedhof Wippekühl wird umgestaltet

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SCHALKSMÜHLE - Die Gestaltung des Friedhofs Wippekühl wird einmal mehr Thema in der nächsten Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen und Umwelt, der am Mittwoch, 16. November, ab 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses zusammenkommt.

Bekanntlich ist es schon längere Zeit das Ziel der Gemeinde, die kommunale Begräbnisstätte für die Zukunft bedarfsorientierter zu machen und dabei beispielsweise auch über neue Bestattungsformen wie die Urnenbestattung nachzudenken (wir berichteten). Wie aus einer Beschlussvorlage der Verwaltung hervorgeht, soll durch ein Expertenbüro, das noch zu benennen ist, nun zunächst ein Friedhofskonzept erstellt und anschließend zeitnah umgesetzt werden.

Planung und Durchführung für 100 000 Euro

Deshalb schlägt die Verwaltung vor, für Planung und Durchführung Mittel in Höhe von rund 100 000 Euro im gemeindlichen Haushaltsplanentwurf für 2017 zu veranschlagen. Als erster Schritt hat bereits Anfang September ein Friedhofs-Workshop mit einer Fachfirma aus Freiburg stattgefunden. Diesen Workshop hatte der Fachausschuss in Absprache mit dem Arbeitskreis Wippekühl im März beschlossen. Im Rahmen des Workshops fand auch eine Begehung des Friedhofs statt, an der neben Firmenmitarbeitern die Mitglieder des Arbeitskreises, Vertreter der Verwaltung, ein Steinmetzbetrieb sowie zwei Bestatter teilgenommen haben.

„Anklänge an einen Landschaftspark“

Um weitere Alternativen zu erhalten, fand im September zudem mit einem Planungsbüro aus Veitshöchheim eine zweite Friedhofsbegehung mit den Mitarbeitern der Friedhofsverwaltung und dem Arbeitskreis statt. Erste Überlegungen beider Unternehmen zu einer möglichen Neugestaltung liegen mittlerweile vor. Die Freiburger Experten sprechen beim Friedhof Wippekühl von einer „attraktiven Grünanlage mit Anklängen an einen englischen Landschaftspark“, sehen aber Defizite in den Bereichen Flächenausnutzung und damit Wirtschaftlichkeit sowie Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit.

Neue Bestattungsvarianten

All diese Punkte sollen bei der Neugestaltung angegangen und zudem ein Gestaltungsvorschlag für ein Angebot neuer Bestattungsvarianten, die wirtschaftlich, dem Ort angemessen und attraktiv sind, gemacht werden. Das zweite Planungsbüro sieht den Friedhof künftig nicht mehr als reinen Bestattungsort, sondern als Ort der Generationen und mit Zukunft. Vorgeschlagen wird ebenfalls ein vielfältigeres Bestattungsangebot, ein breiteres Dienstleistungsangebot für die Hinterbliebenen sowie zusätzliche Angebote für Ruhe und Entspannung, Meditation und Gebet. Viele dieser Vorschläge sollen sich nach Auffassung von Arbeitskreis und Verwaltung im Friedhofskonzept wiederfinden.

"Flexibler" Friedhof

Der Wippekühl soll zu einer „flexibel anpassbaren Friedhofsanlage“ mit reiner Friedhofsnutzung und einer umgebenen Parkanlage werden, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Konzentration der Bestattungsbereiche soll positive Auswirkungen auf die Gestaltungsqualität, Angebotsvielfalt, Nutzerfreundlichkeit, Pflegeleichtig- und Wirtschaftlichkeit haben.

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