Friedhof Wippekühl soll zukunftsfähiger werden

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Bislang lassen sich auf dem kommunalen Friedhof Wippekühl vor allem Einzelgräber und Gruften finden. Da der Trend aber zu Urnenbestattungen und Friedwäldern geht, erarbeitet die Gemeinde derzeit ein Gestaltungskonzept.

Schalksmühle - Mit Unterstützung einer Expertenfirma möchte die Gemeinde den kommunalen Friedhof Wippekühl zukunftsfähiger und bedarfsorientierter machen. Dazu wird derzeit an einem Gestaltungskonzept gearbeitet.

Der Sachstand wird in der nächsten Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen und Umwelt am 1. März vorgetragen. Bereits in seiner bisher letzten Sitzung am 11. November 2015 hatte der Ausschuss beschlossen, ein kostenloses Erstgespräch mit der Firma Weiher aus Freiburg zu führen. Dieses fand knapp einen Monat später statt. Teilnehmer waren die Mitglieder des Arbeitskreises, Bürgermeister Jörg Schönenberg sowie der Fachbereichsleiter Bauverwaltung Oliver Emmerichs. Dabei wurde festgehalten, dass es Handlungsbedarf auf der Begräbnisstätte gibt.

Trend geht zur Urnenbestattung

„Der Ausschuss möchte den Friedhof umgestalten, und zwar soll er zukunftsfähiger gemacht werden. Die Frage ist, wie man sich da für die Zukunft positionieren will“, sagt Emmerichs. Bisher gebe es dort vor allem viele Erdbestattungen. Doch der Trend gehe hin zur Urnenbestattung. Und dafür brauche man Platz, um etwa sogenannte Urnenstellen aufzustellen oder einen Friedwald anzulegen. Doch durch die langen Nutzungszeiten für Gräber sei die Gemeinde in ihren Möglichkeiten eingeschränkt.

Bei der Gestaltung des Friedhofes Wippekühl soll unter anderem Platz für mögliche sogenannte Urnenstelen geschaffen werden.

Im Rahmen einer weiteren Sitzung des Arbeitkreises vor gut einer Woche haben sich die Mitglieder deshalb darauf geeinigt, die Firma aus Süddeutschland für die Durchführung eines vierstündigen Workshops zu beauftragen. 

Bei diesem soll mit Unterstützung eines speziellem Friedhofsplaners, Architekten und Kostenplaners nach einer Begehung des Friedhofs eine klare Zielsetzung für die Gestaltung festgelegt werden. Zudem sollen die spezifischen Anforderungen erörtert und eine Diskussion mit allen Beteiligten – unter anderem über neue Bestattungsformen – geführt werden.

An dem Workshop werden die Mitglieder des Arbeitskreises, ein Friedhofsmitarbeiter, ein auf dem Friedhof tätiger Steinmetz, ein Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens und gebenenfalls auch ein Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde teilnehmen.

Längere Nutzungszeiten im Blick

Emmerichs: „Wir versuchen bereits mit Blick auf die langen Nutzungszeiten der Gräber die Bestattungen in bestimmte Bereiche des Geländes zu steuern. Die Firma Weiher soll uns dabei unterstützen, einen Mittelweg zu finden. Unser langfristiges Ziel ist es, mit der Politik ein zukunftsfähiges Konzept für den Friedhof Wippekühl zu schaffen und dabei die Gebühren auf gleichem Niveau zu halten.“

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