Bürgerbeteiligung ist allen Akteuren bei der Neugestaltung wichtig

Friedhof Wippekühl: Büro Weiher erhält den Zuschlag

Ein Ort der Trauer und der Erinnerung wird der Friedhof Wippekühl bleiben, aber die Strukturen sollen sich langfristig ändern und sich den Wünschen der Menschen anpassen. - Archivbild: Martin Meyer

Schalksmühle - Die Firma Weiher aus Freiburg soll den Masterplan für die Neugestaltung des Friedhofs Wippekühl erstellen: Das ist das Votum, dass die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen und Umwelt nach der Sondersitzung am Dienstag abgaben.

Die Entscheidung sei nach langer und intensiver Beratung im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung gefallen, teilte die Gemeinde gestern auf Anfrage der Redaktion mit. Hauptausschuss und Rat müssen das noch bestätigen.

Im Haushaltsplan für 2017, der in der Ratssitzung am 12. Dezember verabschiedet werden soll, sind 100 000 Euro für Planung und Durchführung der Neugestaltung vorgesehen. Dass das keine kurzfristige Angelegenheit sein wird, wurde schon während des öffentlichen Teils der Sitzung deutlich. Sowohl Tobias Weiher als auch der zweite Kandidat Thomas Struchholz hatten in ihren Vorstellungen erklärt, dass Friedhöfe nur in kleinen Einheiten endgültig verplant werden sollten, um immer wieder auf Veränderungen reagieren zu können und neue Bestattungsformen, so sie denn gewünscht werden, anbieten zu können.

Die Frage, die Tobias Weiher an den Anfang seiner Ausführungen stellte, war: Wie soll der Friedhof 2050 aussehen? Unter Berücksichtigung von Ruhezeiten werde es so lange dauern, bis das Areal am Wippekühl ein möglicherweise komplett neues Erscheinungsbild habe.

Einige Möglichkeiten, wie das aussehen könnte, skizzierte Weiher bereits, insbesondere mit Blick auf die steigende Anzahl von Urnenbestattungen. Ein großes Thema seien pflegefreie Grabstellen. Dabei ging der Friedhofsplaner auch auf die besonderen Herausforderungen ein, die das zum Teil steile Gelände mit sich bringt.

Als erstes muss das Areal vermessen und eine Karte mit bestehenden Grabanlagen und unter Berücksichtigung der laufenden Liegezeiten erstellt werden. So kann ermittelt werden, welche Flächen wann zur Verfügung stehen. Welche Bestattungs- und Grabformen überhaupt in Frage kommen, soll in enger Abstimmung mit den Bürgern ermittelt werden. Auch das Konzept, das das Planungsbüro schließlich erstellt, soll im Dialog mit den Schalksmühlern erarbeitet werden. Letztlich gehe es auch um Kosten: Mehr Flexibilität bei den Grabformen bedeute auch flexible Gebührengestaltung. Tobias Weiher habe in seinem Unternehmen Experten für alle Bereiche, die einen Friedhof betreffen – von der Landschaftsplanung bis zur Friedhofssatzung.

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