Freiwillige für Mensa-Verein gesucht

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Primus-Schulleiterin Martina Schumacher erklärte, wie das Kochen des Schulessens aktuell an der Schule am Löh abläuft.

Schalksmühle - Vier Mütter und Väter haben sich am Dienstagabend im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema Schulessen spontan bereit erklärt, im Mensa-Verein der Primusschule Aufgaben zu übernehmen. Wie bereits berichtet, muss zur Realisierung des Mensa-Projektes an der Schule am Löh ein gemeinnütziger Verein gegründet werden.

Dafür müssen zunächst sieben Gründungsmitglieder gefunden werden, die den Vorstand bilden. Der Verein soll Anfang Juli gegründet werden.

Rund 60 Mütter und Väter kamen ins Pädagogische Zentrum Löh, um sich über das zukünftige Essen in der Primusschule zu informieren. „Es ist ein riesiges Projekt – eine Vision, die Mitstreiter sucht“, machte Anja Wolf, Fachbereichsleiterin bei der Gemeinde, gleich zu Beginn deutlich. Es sei wichtig, zur richtigen Zeit das Richtige zu essen. „Denn nur wer richtig isst, kann leistungsfähig sein“, so Wolf. Wie sich die Ernährung auf die schulischen Leistungen der Kinder auswirkt, machte Beraterin Andrea Spelsberg mit einem kurzen Vortrag deutlich.

Schulleitung und Verwaltung haben sich an der Primusschule gegen einen Catering-Service entschieden – an der Einrichtung wird selbst gekocht. Das erledige derzeit Köchin Petra Nölle mit einer Küchenhilfe unter extrem schwierigen Bedingungen in den noch sehr beengten Räumlichkeiten der Primusschule. „Aber: Den Kindern schmeckt’s“, wusste Schulleiterin Martina Schumacher zu berichten. An manchen Tagen sorge Petra Nölle jetzt schon für 140 bis 160 Essen.

Doch die Primusschule wachse weiter: Im neuen Schuljahr kommen 160 neue Schüler hinzu. „Dann sind es an Spitzentagen 250 Essen, die zubereitet und ausgegeben werden müssen“, erläuterte Anja Wolf. Da stoße die Schule deutlich an ihre Grenzen. Deswegen entstehe im Anbau ein neuer Speiseraum mit 180 Plätzen. „Auch dort wird das Essen nur im Schichtbetrieb möglich sein.“ Eine neue Küche, Kühlräume und eine Spülstraße sind nötig. „Wir brauchen Personal, einen Sozialraum, ein Büro. Wir müssen ein Verpflegungskonzept aufstellen“, zählte Wolf alles Erforderliche auf. Diese Mensa sei ein Kleinunternehmen.

Die Recherchen hätten ergeben, dass die Gründung eines Mensa-Vereins die beste Lösung sei. Der finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuschüssen, erklärte die Fachbereichsleiterin. Wolf sicherte die Unterstützung der Gemeinde zu: „Wir werden ein bis zwei Mitarbeiter zur Verfügung stellen.“ Die Eltern können sich entweder durch Engagement im Vorstand oder mit der Übernahme administrativer Aufgaben einbringen. Eltern als Experten für die Bereiche Steuern, Marketing oder Organisation seien gefragt oder Mütter und Väter, die als feste Mitglieder das Verpflegungsteam unterstützen.

Freiwillige, die das Projekt unterstützen möchten, können sich bei Anja Wolf unter Tel. 0 23 55 / 8 42 10 oder bei Martina Schumacher unter Tel. 0 23 55 / 90 97 14 melden.

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