Jahresdienstappell des Löschzugs Dahlerbrück

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Reiner Kleinschmidt und Frank Schmidt (Bildmitte) wurden von Wehrleiter Dirk Kersenbrock, Bürgermeister Jörg Schönenberg (1. und 2. von links) und Olaf Büren (stellvertretender Wehrleiter, rechts) in die Ehrenabteilung verabschiedet.

Schalksmühle - „Wir sind gut aufgestellt. Wir müssen das Ganze nur im Auge behalten.“ Als eines der zeitintensivsten Ehrenämter innerhalb der Gemeinde würdigte Bürgermeister Jörg Schönenberg am Freitag beim Jahresdienstappell der Löschgruppe Dahlerbrück den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr.

„Die Feuerwehr hatte und hat ihren Stellenwert“, lobte er. Sichtlich erfreut hieß er die erste Dahlerbrücker Feuerwehrfrau bei der Versammlung im Gerätehaus In der Lieth willkommen. Bei offenem Wetter würden die Bauarbeiten am Anbau fortgesetzt, kündigte er an. Im Beisein der Wehrleitung und Ordnungsamtsleiter Winfried Schindler blickte Einheitsführer Jörg Volkmer am Freitag auf ein „aus feuerwehrtechnischer Sicht relativ unauffälliges“ Jahr mit 58 Einsätzen – gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen – zurück.

Zu den besonderen Ereignissen gehörten der traurige Fund einer Frauenleiche bei einer Türöffnung für die Polizei am 10. März und der Bauernhofbrand Huxardt am 3. September, von dem das Strohlager betroffen war. Im Detail stellte sein Stellvertreter Rainer Lückmann das Feuerwehrjahr in Zahlen und Fakten vor.

Bei 58 Einsätzen, die er genau benannte, waren die Dahlerbrücker demnach 833,29 Stunden im Einsatz. Insgesamt – Übungen, Dienste, Fahrzeugpflege, Lehrgänge und Sonstiges – hinzugezählt, habe die Löschgruppe 7088,29 Stunden geleistet. Pro Feuerwehrmann seien dies 295,35 Stunden oder umgerechnet 12,31 Tage beziehungsweise 36,92 Arbeitstage à acht Stunden gewesen. Als überragend stellte Lückmann die Leistung von Thomas Heidfeldt beim Dienstsport heraus. Im weiteren Verlauf des Abends kam Jörg Volkmer auf die Personalentwicklung (25 Feuerwehrleute zu Beginn des vergangenen Jahres) samt Zuwachs aus der Jugendfeuerwehr, erfreuliche Ereignisse wie das Sommerfest mit geändertem Konzept und gestiegenen Besucherzahlen sowie eine Serie von Einbrüchen ins Gerätehaus, die Zeit kosteten und Ärger mit sich brachten, zu sprechen.

Katastrophen wie die Erdbeben in Norditalien, die Terroranschläge in Nizza und am Berliner Breitscheidplatz sowie die schweren Unwetter in Deutschland thematisierte Wehrleiter Dirk Kersenbrock in seinem Jahresbericht. „Leider hat uns das Jahr 2016 auch schmerzlich vor Augen gehalten, wie gefährlich der Feuerwehrdienst sein kann“, betonte er.

Dabei erinnerte er an den Tod von Feuerwehrleuten der Werkfeuerwehr BASF und der Berufsfeuerwehr Oberhausen. Über die Einsätze aller Schalksmühler Löschgruppen, die Jugendfeuerwehr, Lehrgänge und vieles mehr informierte er die Versammlung. Mit den Worten: „Viel Wissen geht verloren“, verabschiedete Bürgermeister Schönenberg Frank Schmidt nach mehr als 45 Jahren und Reiner Kleinschmidt nach rund 22 Jahren in die Ehrenabteilung. Für den Zusammenhalt seien beide sehr wichtig gewesen.

Für weitere sechs Jahre bestellte Dirk Kersenbrock Jörg Volkmer zum Einheitsführer und Rainer Lückmann zum stellvertretenden Einheitsführer. Glückwünsche über erfolgreiche Lehrgangsteilnahme (Technische Hilfe/ABC-Lehrgang) nahmen zudem Christoph Andres und Karsten Langescheid entgegen.

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