Geocacher sammeln Unrat in der Glörtalsperre

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Bewaffnet mit Eimern und Greifzangen gingen die Geocacher zu Werke.

Bei trockenem, sonnigem Winterwetter rückte eine Geocaching Gruppe aus Lüdenscheid und Umgebung am Samstag dem Müll in der entleerten, teilweise noch tief verschneiten Glörtalsperre mit Müllzangen, Handschuhen, Eimern und Säcken zu Leibe.

Das herrliche, bitterkalte Winterwetter nutzte die 14-köpfige Gruppe zu einem rund zweistündigen Arbeitseinsatz in der leeren Talsperre, an deren Staumauer bekanntlich Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Ein entsprechender Bagger ist bereits vor Ort. 

Mit Säcken zum Sammeln versorgte Manfred Schnippering als Beauftragter der Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH die Geocacher, die sich einmal im Monat zu einem sogenannten CITO-Event verabreden, um an stark frequentierten Plätzen die Natur zu säubern. 

Geocacher kümmern sich um ihr „Spielfeld“ 

Wie die Lüdenscheider erklärten, steht CITO für Cache In Trash Out und hat zum Ziel, Geocacher zusammenzubringen, die sich um ihr „Spielfeld“, sprich die Natur, kümmern. Am Freisenberg und am Wehberg in Lüdenscheid, an der Klamer Brücke und den Wanderparkplätzen Richtung Nachrodt war die Gruppe bereits unterwegs. 

Den Einsatz am Samstag, bei dem auch drei Kinder mit von der Partie waren, organisierten federführend Jana Rüster und Susanne Pathun. Sogar aus Schwerte reiste ein Geocacher an, um die Gruppe bei ihrem Arbeitseinsatz zu unterstützen.

„Wir machen unseren Spielplatz sauber und geben der Umwelt wieder etwas zurück“, benannten die Naturliebhaber ihre Motivation. Aufgrund der Mengen an Unrat, die sie allein auf der Strecke zwischen der Staumauer und dem DLRG-Parkplatz fanden, kündigten sie bereits eine Wiederholung ihres Einsatzes an. 

Vor allem viele Flaschen und Glasscherben fanden die Freiwilligen im leergelaufenen Talsperrenbereich.

Auf rund 350 Metern konnten die Geocacher so die Talsperre von Müll befreien. „Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, lautete die ernüchternde Bilanz. Eimerweise Flaschen und Glasscherben, Getränkedosen, Badeschlappen, Turnschuhe, Spielzeug und andere unliebsame Hinterlassenschaften holten sie aus der leeren Talsperre heraus. 

Auffällig (und gefährlich) waren vor allem die vielen Scherben, die in die Mülleimer wanderten. Voll des Lobes war Manfred Schnippering für die Gruppe, die den Arbeitseinsatz mit einem gemütlichen Beisammensein im Haus Glörtal ausklingen ließ. 

Nächster Einsatz für März geplant

Kopfschüttelnd wies er auf eine alte Waschmaschine, die Unbekannte jüngst in der Nacht über die Staumauer geworfen hatten, hin. „Das Glitzernde da unten, das ist die Waschmaschine“, lokalisierte er die Entsorgungsstelle. 

Umso löblicher sei der Einsatz der Gruppe aus Lüdenscheid und Umgebung. Ihre Eimer entleeren konnten die Geocacher in den entlang des Rundweges aufgestellten 240-Liter-Müllbehältern. „RWL Umwelt Iserlohn holt die vollen Behälter ab“, erklärte Schnippering, der die Sammelaktion der Geocacher begleitete. 

„Als Dankeschön gibt’s 100 Euro vom Regionalverband.“ Für den 10. März hat sich eine weitere Gruppe aus der Nachbarstadt Breckerfeld angesagt, die dem Müll in der Glör den Kampf ansagen will.

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