Frauentreff Kreuzkirche ist in Schalksmühle nun Geschichte

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Letztmalig kam der Frauentreff Kreuzkirche am Dienstag im Gemeindezentrum zusammen. Die beiden langjährigen Leiterinnen Enid Lal und Irmtraud Quenzel (von links) hatten auch diesmal das Treffen wieder organisiert.

Schalksmühle - „Danke, dass ihr immer treu geblieben seid!“ Nach 25 Jahren kam der Frauentreff Kreuzkirche am Dienstag letztmalig zu einer Weihnachtsfeier, die zugleich Erinnerungsabend war, im Gemeindezentrum zusammen.

„Die meisten von euch sind seit Gründungstagen dabei“, lobte Irmtraud Quenzel, die den Kreis zusammen mit Enid Lal leitet. Wie bei jedem Abschied schwang leise Wehmut beim letzten, besonders festlich gestalteten Abend, an dem auch Pfarrer Torsten Beckmann teilnahm, mit.

Stilvoll mit Zweigen, silberfarbenen Kugeln, dekorativen Gläsern als Kerzenhaltern und dazu passenden silbrigen Tannenbäumchen auf Tüll waren die Tische für den Abschiedsabend eingedeckt. Bei der Durchsicht alter Fotos habe sie festgestellt, dass „der Tisch bei 25 Adventsfeiern jedesmal anders dekoriert war“, erklärte Irmtraud Quenzel.

Schatzkiste mit Erinnerungen

Eine Schatzkiste mit vielen kleinen Schätzen voller Erinnerungen ließ Enid Lal bei der Feier herumgehen. Bei der Vorbereitung des letzten Frauentreff-Abends hatte sie dafür alle alten Programme durchgesehen und Fragen für ein Erinnerungsquiz formuliert. Über Referenten, die da waren, Themen, die besprochen wurden, Filmabende, Ausflüge, Reiseberichte und vieles mehr kamen die Frauen auf diese Weise miteinander ins Gespräch.

Die Themenvielfalt, die dabei zur Sprache kam, reichte von der Pflegeversicherung bis zur Pathologie, vom Einblick in den Alltag der Polizei bis zur Bekanntschaft mit der Gebärdensprache, Gesundheits- und Naturthemen und vieles andere. Mit Katharina von Bora, Luthers Ehefrau, beschäftigten sich die Frauen gleich zweimal.

Als Kreis junger Frauen ging’s los

An die Pfarrer, die den Kreis begleiteten oder als Referenten zu Gast waren, erinnerten sich die Frauen. Ebenso an die Vorgängerkreise – den Kreis junger Frauen (1983) und den Frauenabendkreis. Vor dem Umzug in die Kreuzkirche trafen sich die Frauen an der Viktoriastraße. Irmtraud Quenzel engagierte sich bereits beim Kreis junger Frauen, wie der Frauentreff Kreuzkirche anfangs hieß, in leitender Funktion – damals noch mit Helga Döpper. Enid Lal arbeitete zehn Jahre im Frauentreff mit.

120 Referenten in 25 Jahren

Insgesamt 120 Referenten brachten den Frauen in 25 Jahren die unterschiedlichsten Themen nahe. Viele Länder – angefangen bei afrikanischen Ländern wie Kamerun, Namibia und Ghana über Indien bis China und Amerika – lernten die Frauen in langen Jahren kennen. Manchen Ausflug zu lohnenden Zielen in der Nähe und in der Ferne unternahmen sie gemeinsam. Dazu gehörten ebenso ein Besuch des Krippenmuseums in Telgte wie die Teilnahme an Stadtführungen in Lüdenscheid und Breckerfeld. 60 bis 70 Abende gestalteten sie in Eigenregie.

Den Abschied nach 25 Jahren – die Vorgängerkreise hinzugerechnet 35 Jahren – versüßten Irmtraud Quenzel und Enid Lal den Frauen mit einem indischen Putentopf und gebackenen Fächeräpfeln mit Haferstreuseln. Der Nachtisch erinnerte dabei an lustige Missgeschicke, die alle zum Lachen brachte. Auch Geschenke gab’s.

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