Kindernothilfe steht beim Frauenabendkreis im Fokus

Dr. Ingrid Hruby vom Referat für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit der Kindernothilfe stellte am Dienstagabend die Arbeit des christlichen Vereins vor. - Fotos: Jonuleit

Schalksmühle -  Über die Arbeit der Kindernothilfe allgemein sowie auch detailliert im Bezug auf Indien berichtete Dr. Ingrid Hruby vom Referat Bildung und Öffentlichkeitsarbeit der Kindernothilfe. Im Frauenabendkreis der evangelischen Frauenhilfe erfuhren die Besucherinnen am Dienstag nach der Andacht von Pfarrer Dirk Pollmann und dem Geburtstagssingen Genaueres über die Kindernothilfe, die 1959 als christlicher Verein gegründet wurde.

Durch diese Vereinsform gewollt unabhängig von der Weisung der Kirche, somit allerdings auch auf Spenden angewiesen – 96 Prozent aller verwendeten Mittel sind Spenden –, kümmert sich die Kindernothilfe zur Zeit um rund 900 Projekte, hilft so insgesamt 1,5 Millionen Kindern und Jugendlichen.

Dr. Ingrid Hruby, ausgebildete und promovierte Pädagogin für Erwachsenenbildung, arbeitet seit 18 Jahren für den Verein. Sie ist für die Fortbildung der ehrenamtlichen Kollegen, die in 50 Freundeskreisen zusammengefasst sind, zuständig. Weiterhin erarbeitet Hruby mit ihrem Kollegen Dietmar Boos Veröffentlichungen für Kirchengemeinden. Für ihre Vortragsarbeit bereist sie Nordrhein-Westfalen, Hessen, das Saarland sowie Rheinland-Pfalz.

Hruby führte an, dass kein Projekt ohne Schul- und Berufsausbildung durchgeführt wird, weil diese grundlegenden Komponente die Hilfe zur Selbsthilfe darstellt. Sie ging auf die von der Nothilfe angeleitete Arbeit der Selbsthilfegruppen von Frauen ein, bevor sie nach Indien überleitete, dem Heimatland des inzwischen 14jährigen Patenkindes Priyanka Do Chindaval der Schalksmühler Frauenhilfe.

Auch anhand von Bildern berichtete die Referentin über den Tagesablauf der von der Nothilfe unterstützten Kinder in Karnataka. Die erfolgreichen Erwachsenen in Indien, die durch die Nothilfe eine Chance auf ein Leben ohne Hunger und Not bekamen, haben mittlerweile selbst einen Verein der indischen Patenkinder gegründet und unterstützen so jeweils mindestens ein Patenkind, wie Dr. Ingrid Hruby, die das Land selbst bereist hat, berichtete.

Zum Abschluss wurde der neueste Brief von Priyanka vorgelesen, deren Vater Tagelöhner ist und seine drei Kinder sowie seine Frau und sich mit einem Einkommen von 500 Rupien (etwa sechs Euro) über die Runden bringen muss.

Rita Jonuleit

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