Diskussion um Luftfilter

Fraktion äußert sich zu Lüftern in Schulen

Lüfter für Schulen: Dieses Thema wird differenziert gesehen.
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Lüfter für Schulen: Dieses Thema wird differenziert gesehen.

Die Diskussion ist fast so alt wie die Corona-Pandemie selbst, doch sie hat in den vergangenen Tagen wieder an Dynamik gewonnen. Es geht um Luftfilteranlagen in Schulen.

Schalksmühle – Im Rahmen der Ratssitzung am Montag hatte sich eine Schalksmühler Bürgerin an die Verwaltung gewandt und appelliert, Luftreinigungsfilter in den Schulen der Gemeinde zu installieren.

Für André Krause, Fraktionschef der CDU im Gemeinderat, ist es eine wichtige Diskussion, die indes in Teilbereichen in die falsche Richtung gehe. „Ich höre immer häufiger die Aussage, dass solche Filter im Landtag in Düsseldorf installiert seien, in unseren Schulen aber nicht“, sagt Krause, „daraus wird dann abgeleitet, dass Politiker wichtiger seien als Kinder. Das ist natürlich völliger Quatsch und leistet nur der Politikverdrossenheit Vorschub.“ Krause hat sich mittlerweile mit der Verwaltung des Landtags in Verbindung gesetzt und um Aufklärung gebeten. Ergebnis: „Diese Luftfilter stehen nur in Räumen, die hochfrequentiert und nicht belüftbar sind“, gibt Krause die Information aus Düsseldorf weiter, „in den normalen Büros gibt es keine Filter, sondern nur alte Klimaanlagen. Und die sind ja eher kontraproduktiv.“

CDU hat andere Sichtweise

Mit Blick auf die Diskussion um Filteranlagen für Schalksmühler Schulen plädiert Krause für eine differenzierte Sichtweise. Am Wichtigsten sei, dass die Wirkungsweise solcher Anlagen wissenschaftlich belegt sei. Zudem gelte es, die Diskussion möglichst objektiv zu führen. „Natürlich ist das schwierig. Es herrscht viel Verunsicherung, da stecken ganz viele Emotionen drin. Das ist verständlich“, umreißt der CDU-Fraktionschef seine Position und führt auch den Faktor der Umsetzbarkeit ins Feld. Es gelte zu unterscheiden zwischen fest installierten und mobilen Anlagen. Für fest installierte Filter gibt es ein Förderprogramm des Bundes. Die Prüfung, ob baulicherseits eine Nachrüstung möglich sei, sieht Krause als komplex an. Alternativ stehen mobile Filter zur Verfügung. Unter anderem vertreibt das Schalksmühler Unternehmen Couronne-Tools diese Geräte, deren Kosten bei ca. 3300 Euro plus Mehrwertsteuer plus ca. 300 Euro laufende Betriebskosten im Jahr liegen.

„Das muss alles finanzierbar sein. Wir reden da ja nicht nur über einen oder zwei Filter“, wünscht sich Krause für die kommenden Wochen eine möglichst objektive Diskussion. Krause: „Das Pandemiegeschehen ist eine dynamische Lage. Wir können jetzt nicht einfach hergehen und sagen: Im letzten Jahr hatten wir im Herbst hohe Zahlen, das wird in diesem Jahr deshalb genauso sein. Ich möchte, dass wir alle Argumente sorgfältig abwägen und so entscheiden, dass es Sinn macht.“

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