„Freunde“ in Schwarz-weiß im Schalksmühler Rathaus

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Fotograf Guido Raith stöberte für seine Ausstellung 30 Freundespaare auf und bat sie vor die Linse.

Schalksmühle - Der Titel der aktuellen Fotoausstellung im Schalksmühler Rathaus hat viele schöne Facetten: „Freunde“. Fotograf Guido Raith stöberte dafür 30 Freundespaare auf und bat sie vor die Linse.

Die daraus entstandene Ausstellung wurde 2015 im Rahmen der Ausstellung „Wir hier!“ in den Museen der Stadt Lüdenscheid gezeigt. Der daraus hervorgegangene Verein zeigte die Bilder unter anderem im Foyer der SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf. Nun bietet sich auch an der Volme die Chance, die großen Schwarz-weiß-Bilder ganz unterschiedlicher Freunde zu sehen. Der stellvertretende Bürgermeister Harry Haböck (UWG) eröffnete die Ausstellung und begab sich zusammen mit dem Fotografen Guido Raith und Ulrike Tütemann vom Verein „Wir hier!“ auf einen Rundgang. Tlako Mokgadi, Musiker aus Südafrika und Altena, war gleich doppelt vorhanden: Als Original mit einer Gitarre in der Hand und auf einem der Bilder – gemeinsam mit seinem Musikerfreund Alex. 

Tlako Mokgadi, Musiker aus Südafrika und Altena, sorgte an der Gitarre für Musik.

Relativ prominent sind Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas und der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas, die Onkel Willi am Lüdenscheider Sternplatz in ihre Mitte genommen haben. Die beiden Männer aus Fleisch und Blut haben offenbar nicht nur beruflich viel miteinander zu tun. Nur ein kleines Detail stört: „Als bekennendem und leidendem Schalke-Fan fehlt mir zwar das Verständnis für seinen Verein (Dortmund), aber: Auch das kann unserer Freundschaft nichts anhaben“, wird Gordan Dudas zitiert. Derzeit muss er bei bestehendem Punktegleichstand zwischen den Vereinen nicht mehr leiden. Ein Stück internationaler Verständigung und Engagements zeigt das Bild des aus Afghanistan stammenden Arztes Anwar Nabiyar und seiner Frau Parwin sowie des Lüdenscheider Lehrerehepaares Arnhild und Rolf Scholten. Seit Jahren engagieren sich die vier Freunde gemeinsam mit den Schülern des Bergstadt-Gymnasiums für eine Mädchenschule in Estalef, Afghanistan. 

Viele der Freundespaare, die Guido Raith für seine Fotos aufgespürt hat, haben auf den ersten Blick sehr unterschiedliche kulturelle und ethnische Wurzeln und fanden trotzdem oder gerade deshalb freundschaftlich zueinander: So etwa die türkischstämmige Jülide und die Halbösterreicherin Nelly, der Regisseur Murat Isboga und sein Freund Roman, Doraisamy aus Sri Lanka und Matthias Wagner, Songül und Susanne, Misrak und Hildegard. In einem großen Kleiderschrank voller Messgewänder sitzen ziemlich vergnügt der katholische Priester Johannes Broxtermann und sein Adoptivsohn Essé. 

Als Ambiente und Accessoirs zu seinen Fotos wählte Guido Raith zumeist Dinge oder Orte, die etwas über die Freundschaft und ihre Entstehung erzählen oder doch zumindestens andeuten können. Manuel etwa hält eine Schere in der Hand: Bettina lernte er beim Haareschneiden kennen. Die Ausstellung „Freunde“ bleibt bis zum 21. Dezember im Rathaus und kann zu dessen Öffnungszeiten kostenfrei besichtigt werden.

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