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Folk-Musik: Letztes Konzert im Bauernhaus

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Von: Birgitta Negel-Täuber

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Andrew Cadie (links) und Mark Bloomer haben zahlreiche Fans in Schalksmühle.
Andrew Cadie (links) und Mark Bloomer haben zahlreiche Fans in Schalksmühle. © Birgitta Negel-Täuber

Broom Bezzum hat zahlreiche Fans in Schalksmühle, das wurde beim letzten Konzert des Jahres im Bauernhaus Wippekühl klar. Das Publikum sang mit, klatschte, wippte und fühlte sich sichtlich wohl bei der Musik des englischen Duos.

Schalksmühle – Andrew Cadie (Geige, Gitarre und Northumbrian Smallpipe) und Mark Bloomer (Gitarre und Irish Bouzouki) sind seit bald 20 Jahren feste Größen in der deutschen Folk-Rock-Szene. Auf Deutsch singen sie gelegentlich auch, Mark Bloomer gab sogar ein Lied im Hunsrücker Platt zum Besten.

Die beiden Musiker sind schon lange im Südwesten Deutschlands zu Hause und entwickeln mit ihrem Repertoire das Genre kontinuierlich weiter. Dazu gehören eigene Songs wie der Shanty aus der Pfalz. „Ich weiß, dass er aus der Pfalz ist, ich habe ihn dort geschrieben“, erklärte Andrew Cadie die ungewöhnliche Herkunft des Seemannslieds. Antikriegslieder wurden von der Bevölkerung schon zu allen Zeiten gesungen. Broom Bezzums hatten mit „High Germany“ ein Lied aus der Zeit der Napoleonischen Kriege im Programm – heute so aktuell wie eh und je. Berührend war auch „Remember us“. Cadie und Bloomer sangen diese Hommage auf all die Menschen, die unermüdlich während der Hochphase der Pandemie im Einsatz waren, a capella. Unbeschwerter ging es zu bei „Man gave Names to all the Animals“ von Bob Dylan. Das Publikum sang nicht nur den Refrain mit, sondern konnte auch darüber hinaus seine Englischkenntnisse unter Beweis stellen und die Tiere erraten, die in dem Lied beschrieben werden.

Das Bauernhaus Wippekühl war voll beim Konzert am Freitagabend.
Das Bauernhaus Wippekühl war voll beim Konzert am Freitagabend. © Birgitta Negel-Täuber

Englische Reels, amerikanische Traditionals, darunter ein Lied von Woody Guthrie und viele Eigenkompositionen wie „Beg Blag and Steal“ begeisterten das Publikum. Fast 60 Zuhörer waren ins Bauernhaus Wippekühl gekommen und füllten es bis annähernd auf den letzten Platz. Sie hatten lange warten müssen auf dieses Konzert. Das war ursprünglich schon für 2020 angekündigt und immer wieder wegen Corona verschoben worden. Ohne Zugabe mochten die Zuhörer die Musiker denn auch nicht ziehen lassen. Dieses Abschlusslied, ein englischer Folktitel, klärte auch den Bandnamen auf. Es handelte von einem Besenbinder und seinem Verkaufsruf „Buy broom bezzums!“ – „Kauft Ginsterbesen!“

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