„Förderprogramm ist wie maßgeschneidert“

SCHALKSMÜHLE ▪ Die Chancen, die sich durch die Regionale 2013 für kleine und mittlere Kommunen ergeben, können nach Darstellung von Bürgermeister Jörg Schönenberg gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Im Hauptausschuss, der jetzt unter Vorsitz des Bürgermeisters tagte, sagte er, dass Kommunen von der Größe Schalksmühles bisher kaum Chancen hatten, in den Genuss von Landesmitteln zu kommen. Der Grund: Die Schwerpunkte der Landesförderung lagen bisher auf anderen Bereichen wie der Ruhrgebietsförderung.

Mit der Regionale, besonders aber mit dem Projekt „Oben an der Volme“, in dem Meinerzhagen, Halver, Kierspe und Schalksmühle ihre Anstrengungen bündeln, sei nun ein geeignetes Instrument gefunden worden. Damit könnten sich nach Schönenbergs Ansicht Vorhaben verwirklichen lassen, für die jede Kommune im Alleingang kein Geld aus Düsseldorf bekommen würde.

Nach Darstellung des Bürgermeisters werden die Anstrengungen der vier Kommunen, den Problemen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben, gemeinsam zu begegnen, in Düsseldorf und bei der Bezirksregierung in Arnsberg als beispielhaft angesehen.

Ausschlaggebend ist unter anderem die detaillierte Darstellung der Vorhaben im RIEHK – das regionale integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept. Für Schalksmühle sind darin sogenannte Leitprojekte städtebaulicher Art beschrieben, die, so der Bürgermeister, inzwischen grundsätzlich als förderungswürdig angesehen werden. Dabei geht es um den Volmepark, den Rathausplatz und die Mühlenstraße. Für den Schalksmühler Ortskern soll nun ein Handlungskonzept ausgearbeitet werden. Unter der Moderation des Planungsbüros ASS sollen daran in einem Arbeitskreis die Bürgerschaft, zum Beispiel in Gestalt des Stadtmarketings, die Politik und die Verwaltung tätig werden. Der Arbeitskreis könnte sich nach Schönenbergs Vorstellung noch in diesem Monat konstituieren. Die Aufwertung der Bahnhofsumfelder und die Reaktivierung der Volmetalbahn sind in diesem Zusammenhang weitere Stichwörter.

Der Bürgermeiser ist unter anderem deswegen so voller Zuversicht in Bezug auf die Regionale, weil das neu aufgelegte Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ sozusagen maßgeschneidert für die Vorhaben in den Ortskernen der Kommunen oben an der Volme ist. Keine andere Kommune in Nordrhein-Westfalen können derzeit einen so weit fortgeschrittenen Planungsstand wie die vier oben an der Volme aufweisen. Das rechtfertige die Annahme, gute Aussichten auf eine Förderung zu haben. Damit wäre dann die Voraussetzung für den dritten Regionale-Stern gegeben. ▪ bomi

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