Flüchtlingshelfer machen positive Erfahrungen

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Christian vom Hofe, Julian Krause und Kathrin Seggedi (von links) gestalteten den musikalischen Teil des „Höchste Zeit“-Gottesdienstes.

Heedfeld - „Ich wünsche dir genug ...“ lautete am Sonntag das Thema des „Höchste Zeit“-Gottesdienstes in der Evangelischen Kirche Heedfeld. Wenn Flüchtlinge nach Europa kommen, die unter Krieg, Terror, Hunger und Elend leiden, ist die Frage, wie viel ein Mensch von welchen Dingen benötigt, um würdevoll leben zu können, aktueller denn je.

Der von Maike Müller-Gräff und Ina Mohr moderierte Gottesdienst beleuchtete das vielschichtige Thema unter verschiedenen Aspekten.

Dabei standen im Wesentlichen drei kurze Berichte im Vordergrund. Vor dem Hintergrund der Ausstellung „Ghana – Nicht nur Schokoladenseiten“, die zur Zeit in der Hauptstelle der Sparkasse in Lüdenscheid zu sehen ist, lieferte zunächst Sandra Kutzehr vom CVJM einen Einblick in das seit 2008 bestehende Ghana-Forum NRW, Darin sind Vereine, Kirchen und Institutionen zusammengeschlossen. Sie berichtete auch über den wahren Reichtum des afrikanischen Landes – die Menschen. Der CVJM Hülscheid-Heedfeld hat seit 1991 eine Partnerschaft mit dem YMCA im ghanaischen Tema.

Im Anschluss stellte Heike Wilms, die über ihre Arbeit im Weltladen in Lüdenscheid sowie über fair gehandelte Waren berichtete, insbesondere Kakaoprodukte vor. Diese konnten auch vor Ort in der Kirche erworben werden.

Einen dritten Kurzvortrag hielt Enid Lal, die sich in der Schalksmühler Flüchtlingsarbeit engagiert. Lal, die selbst Wurzeln in Indien hat und nach Deutschland kam, weil ihr Vater hier eine Arbeit gefunden hatte, sammelte bislang äußerst positive Erfahrungen mit den Flüchtlingen.

„Bereits zwei Wochen, nachdem die Menschen in Schalksmühle eingetroffen waren, haben wir mit Sprachkursen begonnen“, erzählte sie. „Sofort haben sich 30 Personen dazu gemeldet, und inzwischen haben wir neben einer festen Gruppe, die sich regelmäßig trifft, auch eine Sondergruppe für Frauen eingerichtet.“ Darüber hinaus seien zwei Ehrenamtliche mit der Unterstützung der Flüchtlinge betraut, absolvieren mit ihnen unter anderem Behördengänge, helfen beim Einkaufen oder bei der Möblierung der Unterkunft. Mittlerweile seien auch gute persönliche Kontakte zu Behördenmitarbeitern entstanden, was viele Prozesse vereinfache.

Für die musikalische Begleitung des „Höchste Zeit“-Gottesdienstes zeichneten Christian vom Hofe (Keyboard, Gesang), Kathrin Seggedi (Gesang) und Julian Krause (Schlagzeug) verantwortlich.

Der nächste „Höchste Zeit“-Gottesdienst findet am Sonntag, 1. November, ab 18 Uhr in der Kirche Heedfeld statt.

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