Fitnessstudios müssen wieder schließen - zweiter Lockdown fürs Injoy Volmetal

Eine Frau macht Sport an der Beinpresse in einem Fitnessstudio. Fitnessstudios müssen ab dem 2. November schließen.
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Ab Montag dicht: Fitnessstudios müssen schließen. So sehen es die neuen Maßnahmen der Regierung vor. Das heißt auch, das Studio Injoy in Dahlerbrück hat an diesem Wochenende zum vorerst letzten Mal Mitglieder da.

Ab Montag müssen die Fitnessstudios schließen. Auch das Injoy in Dahlerbrück.

Dahlerbrück - Ulrike Menzel möchte sich eine erneute Schließung wegen der Corona-Pandemie gar nicht vorstellen. „Ich will gar nicht daran denken.“ Die Trainerin ist Teil der Geschäftsführung im Fitnessstudio Injoy in Dahlerbrück. Sie erinnert sich noch gut an die acht Wochen Lockdown, in denen das Fitnessstudio geschlossen war. Bis zuletzt hat sie gehofft, die Schließung kommt nicht. Und jetzt ist es wieder soweit.

Das kann Menzel nicht verstehen. Hat das Fitnessstudio doch so viel Zeit und Geld in sämtliche Schutzmaßnahmen für die Mitglieder gesteckt. Neben einer Anlage, die die Luft filtert, gibt es Wege, an die man sich halten muss, Desinfektionsmittel, Masken- und Abstandspflicht, die Sportgeräte wurden auseinander gestellt und über einen Live-Ticker können die Mitglieder des Studios sehen, wie viele Personen gerade beim Training sind. Vom Konzept überzeugt waren Politiker aus Schalksmühle und auch das Gesundheitsamt. Der Corona-Alltag im Injoy läuft gut.

Hoffnung bleibt mit Blick auf den ersten Lockdown

Wofür war das alles, wenn das Studio trotzdem wieder schließen muss, fragt sich Menzel. Schon in den vergangenen Tagen waren die Mitglieder sehr besorgt, erzählt die Leiterin. „Es ist so schade“, sagt Menzel. Im neuen Alltag mit Corona habe man gelernt, mit vielen Umständen zu leben. Aber eine erneute Schließung kann sie nicht nachvollziehen. „Und warum flächendeckend?“, fragt sie. „Ich dachte, in Berlin hätte man verstanden, welche qualifizierte Arbeit wir für die Gesundheit leisten.“ Die Menschen wollen etwas für sich und ihre Gesundheit tun. Während des ersten Lockdowns hatte Injoy Online-Trainings angeboten. Aber die Mitglieder gaben die Rückmeldung, dass das kein Vergleich sei. In den vergangenen Wochen kamen wieder vermehrt Mitglieder zum Training – „es lief gut“.

Was bedeutet eine erneute Schließung für das Studio? Die Kosten laufen weiter – für Miete und Personal. „Wir müssen wieder auf unsere Mitglieder hoffen“, sagt Ulrike Menzel. „Darauf, dass wir weiterhin die Beiträge abbuchen dürfen.“ Beim letzten Mal hat das gut geklappt, und die Studiomitarbeiter waren überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die nicht selbstverständlich sei. Als Dankeschön und Ausgleich bekamen die Mitglieder Gutscheine – für Trainings oder Getränke an der Bar. Aber die meisten verzichteten selbst darauf.

Im Injoy gibt es ganz besondere Mitglieder

Diese Mitglieder haben eine eigene Bezeichnung bekommen: die Injoy-Angels, also Injoy-Engel. „Wie soll es weitergehen“, stellt Ulrike Menzel in den Raum. Nach der zweiten Welle kommt auch eine dritte und eine vierte, so ihre Vermutung. „Es kann doch nicht sein, dass wir immer schließen müssen“, sagt sie. Das Vertrauen haben die Mitarbeiter auch diesmal in ihre Mitglieder. Das Vertrauen in die Politik verlieren sie aber langsam, sagt Ulrike Menzel.

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