Fischer: Lkw-Verkehr Richtung Dortmund nur noch über B54

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Wenn sich auf der Klagebach zwei Lastwagen begegnen, wird es gefährlich eng. Deshalb macht sich UWG-Ratsherr Erhard Fischer für eine veränderte Beschilderung im Talgebiet stark.

Schalksmühle - Täglich quälen sich Hunderte Lkw die Klagebach (Kreisstraße 36) hinauf, überwinden mehr als 200 Höhenmeter, um zur Autobahn 45 zu gelangen.

Begegnen sich zwei Lastwagen, wird es gefährlich eng, an vielen Stellen muss sogar ein Fahrzeug stehenbleiben, damit der andere Lastwagen gefahrlos passieren kann. Seit Jahren kämpft UWG-Ratsherr Erhard Fischer deshalb für eine veränderte Beschilderung im Talgebiet – zumal der Weg über die K 36 für viele Lkw über 7,5 Tonnen einen großen Umweg bedeutet –, bislang allerdings vergeblich.

Fischer fordert, im Kreisverkehr an der Volmestraße nur die Lastwagen via Klagebach zur A 45 zu schicken, die an der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord in Richtung Frankfurt auffahren wollen.

Schwerlastverkehr ab Hagen-Süd auf der A45

Der Schwerlastverkehr in Fahrtrichtung Dortmund solle stattdessen die Bundesstraße 54 durch das Volmetal bis zur Anschlussstelle Hagen-Süd nutzen.

Nachdem die Auffahrt zur Autobahn 45 in Fahrtrichtung Dortmund für Lastwagen über 7,5 Tonnen wegen einer zu hohen Belastung der Talbrücke Sterbecke gesperrt wurde und die Lkw zunächst bis zur Anschlussstelle Lüdenscheid-Mitte fahren müssen, um dort in Fahrtrichtung Dortmund zu wechseln, argumentiert Fischer auch mit dem Umweltgedanken: „Das sind sicherlich fast 20 Kilometer mehr, als wenn der Schwerlastverkehr direkt Richtung Hagen-Süd geleitet würde.“

Nachdem der Märkische Kreis das Ansinnen einer veränderten Beschilderung im Kreisverkehr Ende vergangenen Jahres erneut abgelehnt hatte, wendet sich Fischer mit einem offenen Brief jetzt direkt an Landrat Thomas Gemke. „Die Lennetalbrücke wird bereits saniert, die Brücken Sterbecke und Brunsbecke folgen. Dadurch sind Staus in Fahrtrichtung Dortmund vorprogrammiert. Mit der aktuellen Streckenführung schickt man die Lkw also direkt in den Stau. Dafür befahren sie zuvor die Steigung Klagebach mit bis zu 15 Autos im Schlepptau, dann die Umleitung“, fragt sich Fischer, wie so dem Umweltgedanken Rechnung getragen wird.

Zudem kritisiert der UWG-Ratsherr, das Verkehrsaufkommen auf der Klagebach sei rund 30 Prozent höher als auf der wesentlich besser ausgebauten B 54. „Wenn die Lastwagen hier die Steigung befahren, wackeln bei den Anwohnern im Schrank die Teller, aber niemanden interessiert es“, spricht Fischer Klartext. Zu leiden hätten unter dieser Situation auf dem weiteren Weg der Lastwagen zur Autobahn ebenfalls die Anwohner in der Spormecke und Heedfeld. So würden den Bereich Spormecke täglich durchschnittlich weit mehr als 10 000 Fahrzeuge passieren.

Bürger sammeln mehr als 200 Unterschriften

Fischer wünscht sich deshalb eine Aufteilung der Hinweisbeschilderung – Richtung Dortmund über Hagen, Richtung Frankfurt weiterhin über Heedfeld – im Kreisverkehr in Schalksmühle. Dies sei beispielsweise an mehreren Stellen im Lüdenscheider Stadtgebiet gängige Praxis. Um diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen, sammelten die Bürger der Klagebach und Spormecke mehr als 200 Unterschriften.

Der Ratsherr glaubt, bisher habe auch der Einfluss der Stadt Hagen eine Änderung der Hinweisbeschilderung verhindert. Die Kommune wäre unter anderem mit den Ortsteilen Rummenohl, Priorei und Dahl betroffen, würde ein Teil des Schwerlastverkehrs über die B 54 geführt. Deshalb stellt Fischer in seinem offenen Brief an Landrat Thomas Gemke die Frage: „Sind die Bürger der Gemeinde Schalksmühle weniger wert als die Bürger der Hagener Ortsteile, die weniger Verkehr auf einer viel besser ausgebauten Straße in Kauf nehmen müssen?“

Nun wartet Erhard Fischer gespannt auf eine Antwort.

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