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Nach Insolvenz: Springtec-Gruppe übernimmt Unternehmen im MK

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Von: Kerstin Zacharias

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Als Geschäftsführer und Gesellschafter führen Christoph Nüsken (rechts) und Adrian Gruhn die ehemalige Dawedeit GmbH als Springtec Innology GmbH fort. Dabei möchten sie das Unternehmen mit Sitz am Golsberg mit seinem Know-how weiter ausbauen. © K. Zacharias

Schalksmühle - Fünf Monate ist es her, dass die Firma Dawedeit in wirtschaftliche Schieflage geriet und einen Insolvenzantrag stellen musste. Seitdem lief der Betrieb zwar weiter, doch viele Fragen rund um die Zukunft des Unternehmens blieben ungewiss. Bis jetzt.

Seit Montag ist es nun offiziell: Die Springtec Group hat die Dawedeit GmbH gekauft und wird das Unternehmen mit 70 Mitarbeitern als neu gegründete Springtec Innology GmbH fortführen. 

In einer Betriebsversammlung Montagnachmittag informierten die beiden neuen Geschäftsführer Christoph Nüsken und Adrian Gruhn die Belegschaft. Wie es von den Verantwortlichen heißt, sei dem Unternehmen, das sich auf die Produktion von Präzisionsstanzteilen und -werkzeugen spezialisiert hat, vom Insolvenzverwalter eine gute Fortführungsperspektive bescheinigt worden. 

Der Investorensuche im Februar und März folgte zum 1. Mai die Entscheidung: „Wir konnten uns gegen internationale Mitbewerber durchsetzen“, freut sich Nüsken. Von Vorteil sei dabei sicherlich gewesen, dass die Springtec Group neben ihrem Standort in Heidelberg mit ihren Unternehmen in Iserlohn, Halver und Hagen bereits fest in der Region verwurzelt sei und die Übernahme der Dawedeit GmbH eine sinnvolle Ergänzung und damit ein Bekenntnis zum Standort darstelle. 

„Das Unternehmen hat sich in seiner knapp 50-jährigen Firmengeschichte einen guten Ruf im Hinblick auf anspruchsvolle Werkzeuge erarbeitet“, zollt Nüsken der Gründerfamilie seinen Respekt und betont: „Deshalb möchten wir den Betrieb nicht nur übernehmen, sondern auch ausbauen.“

Arbeiten sollen verlagert werden

Ziel sei es, – nach einer notwendigen Phase der Konsolidierung – das Know-how in die Konstruktion und den Bau von Werkzeugen zu stecken – und zwar ganz gezielt für zukunftsträchtige Anwendungen wie beispielsweise die Elektromobilität. „Wir glauben, dass wir schnell wieder durchstarten können“, sind sich die beiden Geschäftsführer sicher. Dabei käme ihnen zugute, dass man nicht als Einzelkämpfer unterwegs sei, sondern die Vorteile einer Unternehmensgruppe nutzen könne. So sollen Arbeiten nach Schalksmühle verlagert, neue Kunden generiert werden. 

„Die Branche ist sehr interessant, es gibt nur wenig Wettbewerbsdruck aus dem Ausland. Das hier bestehende Know-how ist so nicht zu kopieren“, verweist Nüsken darauf, dass viele Präzisionsstanzteile in die ganze Welt exportiert werden. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. Um den Neuanfang und die Fokussierung auf das Know-how deutlich zu machen, habe man sich entschieden, unter dem neuen Namen Springtec Innology (zusammengesetzt aus Innovation und Technology) zu firmieren. Unterstützt werden die beiden Gesellschafter und Geschäftsführer vom bisherigen Führungsteam sowie weiteren Mitarbeitern der Gruppe.

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