Grenzstein wieder sichtbar

+
Heinz Böhm (von links), Karl Boecker und Manfred Rose machten durch ihre Arbeit den Grenzstein auf der Böllinger Hochheide wieder sichtbar.

Schalksmühle - Seit mehr als 600 Jahren markiert ein Grenzstein auf der Böllinger Hochheide die Grenze zwischen den historischen Amtsbezirken Wetter und Altena.

Seit dem Mittelalter stoßen an dieser Stelle die Ortschaften Winkeln als Teil der Gemeinde Schalksmühle sowie als äußerster Zipfel des Märkischen Kreises und Bölling, das zu Hagen-Dahl gehört, aneinander. Dass der Stein jetzt wieder gut zu erkennen ist, ist einer privaten Initiative von Heimatforscher Heinz Böhm zu verdanken. 

Als der Hagen-Dahler seinem Bekannten Karl Boecker den Grenzstein samt nebenstehender Informationstafel bei einer Wanderung zum Gipfelkreuz zeigen wollte, war dieser komplett von Büschen überwuchert. „Ich fand den Zustand erschreckend“, sagt Böhm – und fasste schnell den Entschluss, dies ändern zu wollen. 

Gemeinsam mit Boecker und Landwirt Manfred Rose aus Deipenbrink schnitt Böhm die Fläche frei und machte den Grenzstein so wieder für alle Wanderer und Ausflügler sichtbar. „Ich werde jetzt auch zukünftig darauf achten, dass dort alles in gutem Zustand bleibt“, verspricht Böhm. 

Vor dem Rückschnitt des Grüns war der Bereich um den Grenzstein völlig zugewuchert.

Der Hagener war als Mitglied der Stiftung Haus Dahl vor knapp sieben Jahren auch daran beteiligt, dass auf Initiative der Stiftung genau auf der Gemeindegrenze zwischen Schalksmühle und Hagen ein neuer, 1,7 Tonnen schwerer Grenzstein in Form eines Grauwackenfindlings aufgestellt wurde. Zuvor war den Mitgliedern der Stiftung aufgefallen, dass der bisherige Grenzstein verschwunden war. 

Mit Hilfe modernster Navigationsgeräte und historischer Schriften gelang es damals jedoch, den neuen Stein genau auf der Grenze zwischen Hagen und Schalksmühle und damit auch dem Märkischen Kreis zu platzieren. 

Nachdem Heinz Böhm und seine beiden Mitstreiter Karl Boecker und Manfred Rose das Grün rund um den Findling stutzten, sind auf dem Grenzstein auch wieder die Buchstaben A und W zu erkennen. Sie stellen den historischen Bezug her, stehen für die ehemaligen Ämter Altena und Wetter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.