Feuerwehrgerätehaus: Kosten für Anbau verdoppeln sich

+
Wo auf diesem Foto der Anhänger steht, soll der Anbau der Sozialräume hin. Wie dieser aussehen wird, ist allerdings noch völlig unklar.

Schalksmühle - Die Entscheidung über den Anbau von Sozialräumen an das Feuerwehrgerätehaus in Dahlerbrück wird immer mehr zu einer unendlichen Geschichte.

In der Sitzung des Bau- und Planungsausschuss am Montagnachmittag im Ratssaal wurde bekannt, dass sich die Baukosten von ursprünglich knapp 160 000 Euro nun auf 300 000 Euro fast verdoppeln sollen.

Nach einer mehr als einstündigen Debatte, teils hitzig und sehr kontrovers geführt, einigten sich die Ausschussmitglieder mehrheitlich zumindest auf einen Grundsatzbeschluss den Anbau bauen zu lassen, in welcher Form allerdings soll nun in einer der ersten Sitzungen des Bau- und Planungsausschusses im kommenden Jahr geklärt werden.

Zu geringer Kostenansatz

Zur Kostenexplosion war es gekommen, weil das zuständige Planungsbüro OE Planung + Beratung bei den ersten Berechnungen einen zu geringen Kostenansatz gewählt hatte. „Bei der Planung sind die speziellen Anforderungen an ein Feuerwehrgerätehaus nicht bedacht worden“, erklärte Ralf Bechtel, Fachbereichleiter Technisches Bauamt der Gemeinde Schalksmühle. Hinzu kommt, dass der Anbau jetzt in einer massiven Kalk-Sandstein-Bauweise statt in einer Leichtbauweise errichtet werden soll, weil entgegen der ursprünglichen Planungen das Gebäude um einige Meter von der in unmittelbarer Nähe fließenden Volme versetzt werden muss, um eine Genehmigung der Wasserbehörde des Märkischen Kreises zu erhalten.

Die Ausschussmitglieder kritisierten die bisherigen Planungen scharf und forderten das Altenaer Büro auf, bis zur nächsten Sitzung Alternativen aufzuzeigen, wie die Kosten wieder deutlich reduziert werden können.

FDP-Antrag abgelehnt

Mit nur einer Gegenstimme abgelehnt wurde der Antrag der FDP-Fraktion im Bestand umzubauen, nachdem Ralf Bechtel erklärt hatte, dafür seien umfangreiche Umbaumaßnahmen bis hin zu einer fast kompletten Entkernung des Gebäudes notwendig. Um dennoch Kosten zu sparen, schlug Dietmar Daßler (FDP) vor, den Schulungsraum wegfallen zu lassen und die Maßnahmen in anderen Örtlichkeiten in der Volmekommune durchzuführen.

Dies lehnten Bürgermeister Jörg Schönenberg und alle übrigen Ausschussmitglieder entschieden ab. „Das wäre eine Diskriminierung des Löschzuges Dahlerbrück“, schimpfte beispielsweise Ortwin Schmidt von der UWG. Dirk Kersenbrock, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle, erklärte, eine Auslagerung sei aus fachlicher Sicht keinesfalls zu befürworten.

Entscheidung über Bauweise im nächsten Jahr

Nun also soll der Schulungsraum an seinem angestammten Platz bleiben und der Anbau kommen. In welcher Bauweise und zu welchen Kosten wird in einem weiteren Kapitel der Geschichte jedoch erst im nächsten Jahr entschieden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare